Rademacher bietet verschiedene Möglichkeiten der Hausautomatisierung

Gurtwickler, Rollladenmotor oder Smart-Home-System – Rademacher bietet verschiedene Möglichkeiten der Hausautomatisierung Aus gutem Grund verabschieden sich Hausherren immer häufiger von alten Fenstern: Über sie geht einfach zu viel Energie in Form von Heizwärme verloren. Auch Rollladenkästen ohne Dämmung sind bei Altbauten eine der Hauptursachen dafür, dass die Heizkosten steigen – und in manchen Fällen sogar unangenehme Zugluft entsteht. Wenn deshalb ein Fensteraustauch oder eine Dämmung der Rollladenkästen geplant ist, sollte dabei auch ein weiterer Aspekt der Modernisierung in Betracht gezogen werden: die Automatisierung der Rollläden. Diese bringt nicht nur einen bedeutenden Komfortgewinn mit sich, sondern sorgt auch für mehr Energieeffizienz und Sicherheit. Der Hausautomationsspezialist Rademacher bietet dafür gleich mehrere passende Lösungen: vom elektronischen Gurtwickler über einen funkgesteuerten Rohrmotor bis zur Einbindung der Rollläden in eine Hausautomation. Einfach in der Nachrüstung: Elektronischer Gurtwickler Diese Vorteile lassen sich schon mit einfachen Mitteln wie zum Beispiel den elektronischen Gurtwicklern RolloTron von Rademacher erzielen. Die Unterputz-Modelle passen in alle gängigen Gurtkästen ab 36 Millimeter Breite und lassen sich in nur rund zehn Minuten unkompliziert gegen den vorhandenen manuellen Gurtwickler austauschen. Als Einstiegsmodell bietet sich der RolloTron Basis an. Er beschränkt sich auf das Wesentliche: eine Auf- und Ab-Taste, beide extragroß für eine übersichtliche manuelle Bedienung. Besonders praktisch ist die Comfort-Variante des RolloTrons: Diese lässt sich mit Sonnen- bzw. Dämmerungssensoren kombinieren und reagiert dann automatisch auf die aktuellen Lichtverhältnisse. Dadurch lassen sich am Fenster bis zu 55 Prozent der Sonneneinstrahlung abhalten[1] – was bei einer Energieeffizienzanalyse der Immobilie deutlich ins Gewicht fällt. Bewegung per Funk: Intelligente Rollladenmotoren Die unsichtbare Alternative zum elektronischen Gurtwickler ist ein funkgesteuerter Rollladenmotor wie der RolloTube I-line Funk von Rademacher. Der Motor wird in den Rollladenkasten eingebaut und per Funk über einen Wandtaster oder einen Handsender gesteuert; das Gurtband entfällt dadurch. Der I-line Funk besitzt eine Blockier- und Hinderniserkennung: Stößt der Rollladen beim Herunterlassen auf ein Hindernis wie einen Blumenkübel, oder ist er im Winter vereist oder sogar angefroren, stoppt er automatisch und fährt wieder nach oben. Eine intelligente Lösung gibt es auch für Markisen: Der Markisenmotor I-line Sun Funk ist universell einsetzbar und lässt sich schnell und einfach in das Funksystem integrieren – ein großer Komfortgewinn in der Terrassensaison.  Jederzeit erweiterbar: Rollläden in Hausautomation einbinden Wer Rollläden besonders komfortabel automatisieren möchte, integriert die Antriebe in eine Hausautomation. Mit seinem funkbasierten Smart-Home-System HomePilot® bietet Rademacher eine umfangreiche Lösung dafür. HomePilot® wird einfach auf ein bestehendes LAN- oder WLAN-Netz aufgesetzt und ermöglicht es, neben Rollläden, Markisen und Raffstoren auch die Beleuchtung, die Heizung oder elektrische Geräte zu automatisieren. Ein zukunftssicheres Smart-Home-System, wie HomePilot®, lässt sich jederzeit nachträglich erweitern und unkompliziert an veränderte Komfortwünsche und Sicherheitsbedürfnisse anpassen. Einmal eingerichtet müssen die Bewohner nichts weiter tun – individuelle Szenen laufen dann abgestimmt auf die persönlichen Anforderungen automatisch ab. Alle Funktionen können zusätzlich über eine App mit dem Smartphone ausgeführt und überwacht werden. So hat man auch von unterwegs jederzeit Zugriff auf das Zuhause. Perfekter Schutz rund um die Uhr Der Wunsch nach Sicherheit in den eigenen vier Wänden ist groß. Dabei geht es nicht nur um den Schutz vor Einbrechern, sondern auch um die Gefahren, die im ganz normalen Alltag drohen. Stolperfallen, die in dunklen Fluren oder im Keller lauern, lassen sich ganz einfach mit einer automatisierten Beleuchtung entschärfen. HomePilot® in Verbindung mit Bewegungsmeldern schaltet das Licht automatisch ein, wenn es gebraucht wird. Gleichzeitig lässt sich dadurch Energie sparen, da sich das Licht nach einer gewissen Zeit wieder selbstständig ausschaltet. Vernetzte Rauchwarnmelder für umfassenderen Schutz Ein gutes Beispiel für smarte und anpassungsfähige Sicherheitsfunktionen sind Rauchwarnmelder, die per Funk mit einer Smart-Home-Steuerung verbunden sind. Sie schlagen im Brandfall nicht nur Alarm, sondern können über die Vernetzung auch vorher festgelegte Szenen auslösen. Bei Ausbruch eines Feuers schaltet sich so die Beleuchtung im ganzen Haus ein und gleichzeitig fahren alle Rollläden hoch, um Fluchtwege freizumachen. Auf Wunsch versendet das System eine E-Mail an eine oder mehrere Personen, um sie unterwegs zu informieren, dass zu Hause etwas Unvorhergesehenes passiert ist. Automatisch Heizkosten senken Neben Sicherheit wünschen sich viele Bewohner auch ein intelligentes System, das beim Energiesparen hilft. Fahren in der kalten Jahreszeit die Rollläden rechtzeitig mit Einsetzen der Dämmerung selbsttätig herunter, entsteht ein dämmendes Luftpolster zwischen Rollladen und Fensterglas, was Energieverluste minimiert. Werden zusätzlich die Heizung und Fensterkontakte in die Hausautomation eingebunden, erkennt das System, ob ein Fenster gekippt oder geöffnet wurde und fährt die Heizkörper automatisch herunter, um wertvolle Heizenergie zu sparen. Und verlassen alle Bewohner das Haus, schaltet das System die Heizung auf Energiesparmodus und alle elektrischen Geräte aus.   [1] laut der von der europäischen Sonnenschutz-Organisation ES-SO in Auftrag gegebenen Studie ESCORP-EU25.

BIM leicht gemacht

BIM leicht gemacht BIM kommt immer mehr an im Planungsalltag. Ob der Wechsel von der traditionellen Planungsweise auf BIM leicht gelingt oder sich eher schwierig gestaltet, hängt nicht zuletzt von der Softwarelösung ab. Ebenso spielt die Software eine Rolle, wenn es darum geht, wie groß die Vorteile von BIM hinsichtlich Effizienz und Planungssicherheit für das Planungsbüro sind. Mit ARCHICAD ist der Umstieg auf BIM besonders leicht. Warum? Weil die Software das Building Information Modeling quasi in ihrer DNA trägt. Im Zentrum der Planung steht seit 1984 das Virtuelle Gebäudemodell ™. In diesem 3D-Modell wurde von Anfang an nicht gezeichnet, sondern schon immer mit intelligenten Bauteilen modelliert. Damit trägt das Modell während der gesamten Planungs- und Bauphase Informationen konsistent in sich. Grundrisse, Schnitte, Ansichten, Details, Auswertungen oder Raumbücher lediglich spezielle Darstellungsformen bzw. Ableitungen aus dem Gebäudemodell. Mit einer Vielzahl leistungsfähiger Entwurfswerkzeuge setzt ARCHICAD der Gestaltungsfreiheit keine Grenzen. Hochwertige Visualisierungen lassen sich im Handumdrehen direkt aus der Software generieren ebenso wie die Dokumentation. Mehr Effizienz und Effektivität mit BIM GRAPHISOFT hat seine Architektursoftware kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der aktuellen Version, ARCHICAD 20, die der Hersteller vom 16. bis 21. Januar auf der BAU 2017 präsentiert, werden BIM-Planungsprozesse im Architekturbüro noch einmal signifikant vereinfacht und beschleunigt. Wie? Mit dem Fokus auf dem „I“ (die Informationen) in BIM eröffnet die Version vollkommen neue Möglichkeiten, Informationen- auch die nicht geometrischen – zu verwalten, zu visualisieren und mit Planungspartnern auszutauschen. Informationen, die bislang parallel in Excel-Tabellen gepflegt werden mussten, lassen sich direkt einladen und im Modell vorhalten. Mit den neuen Eigenschaften lassen sich auch Plandarstellungen steuern, bzw. mit den passenden IFC-Parametern verknüpft, können die Eigenschaften an die Planungspartner weitergegeben werden. Das ARCHICAD-Gebäudemodell ist weit mehr als das virtuelle Abbild des geplanten Bauwerks. Es ist zugleich Datenbank für Flächenauswertungen, Energieberechnungen, Bauteillisten etc. und bietet damit eine ideale Plattform für den gesamten BIM-Prozess. Bessere Zusammenarbeit mit BIM Die Zusammenarbeit – sei es mit den Projektpartnern im Büro oder die Kooperation mit Fachingenieuren – spielt beim Building Information Modeling eine herausragende Rolle. Doch die gemeinschaftliche Arbeit in einem Gebäudemodell gestaltet sich oft mühsam. Ganz anders mit mit ARCHICAD. Warum? Weil GRAPHISOFT mit seinen BIM Server-Lösungen bzw. mit BIMcloud eine reibungslose Zusammenarbeit eines Projektteams in einem Gebäudemodell ermöglicht – simultan, in Echtzeit und standortunabhängig. Dabei garantiert die Lösung größte Flexibilität. Egal wie groß die Datenmengen, egal wie groß das Team, die skalierbare Lösung kann für Büros unterschiedlicher Größenordnung und für Bauprojekte unterschiedlichster Komplexität individuell angepasst werden. Darüber hinaus haben die Projektbeteiligten Zugriff auf das Gebäudemodell von nahezu jedem Standort. Auch was die Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen angeht, bietet ARCHICAD die besten Voraussetzungen für eine effizientere Zusammenarbeit. GRAPHISOFT unterstützt seit Beginn offene Datenstandards. Daher trägt ARCHICAD verschiedenste Dateiformate in seinem Kern und ist kompatibel mit IFC und BCF. Egal ob 4D/5D Kostenplanung, AVA , Haustechnik, Tragwerksplanung oder aber die spätere Nutzung der Gebäudedaten im Rahmen des Facility Managements, ARCHICAD bietet intelligente Schnittstellen zu führenden Bausoftwarelösungen.  Bessere Kommunikation mit BIM Häufig möchten auch Projektbeteiligte, die über keine ARCHICAD-Lizenz verfügen – sei es der Bauherr oder Fachingenieure – Zugriff auf die Planunterlagen und das Modell haben. Hier zeigt sich ein weiterer Vorteil der BIM-basierten Arbeitsweise mit ARCHICAD: Der Architekt erstellt ein BIMx Modell, das auf iPads oder Android Tablets geöffnet werden kann. Damit kann man durch das 3D-Modell navigieren und kontextorientiert die entsprechenden 2D-Plandokumente aufrufen. Alle Pläne „wissen“, wo sie sich im Modell befinden. Zudem kann der Architekt seinem Modell unterschiedliche Informationstiefen mitgeben. Haben die Fenster im ARCHICAD-Modell beispielsweise Brandschutz- und Schallschutzkennwerte, können diese im BIMx-Modell mit angezeigt werden. So sind auch auf der Baustelle alle wichtigen Parameter mobil verfügbar, ohne dass aufwendige Papierlisten durchforstet werden müssen.  

Flachdachabdichtung in Hochform

Flachdachabdichtung in Hochform Seit mehr als 50 Jahren bietet der EPDM-Spezialist CARLISLE® CM Europe Qualitätsprodukte für die dauerhaft sichere Abdichtung von Flachdach, Fassade und Bauwerk. Die EPDM-Abdichtungssysteme zeichnen sich durch hervorragende Materialeigenschaften und vielfältige Einsatzmöglichkeiten aus. Zukunftsgerichtete Produktentwicklung, die sich an den Bedürfnissen von Architekten, Planern und Verarbeitern orientiert, führt zu smarten und nachhaltigen Abdichtungslösungen. Durchdringungsfreier Maßanzug fürs Flachdach Durchdringungsfreie mechanische Befestigung von EPDM-Planen auf dem Flachdach für maximalen Schutz vor Nässe – das ist jetzt möglich mit HERTALAN® Planen. HERTALAN® ist die einzige EPDM-Abdichtung, die per Induktionsverschweißung mit dem RhinoBond® System verlegt werden kann. Speziell beschichtete Halteteller werden mit speziellen Schrauben über die gesamte Dachfläche befestigt und die Teller anschließend sicher mit der Plane verschweißt, ganz ohne Durchdringung der Dachhaut. Die Vorteile: erhöhte Windsogsicherheit durch gleichmäßige Verteilung der Windlast, weniger Nahtfügungen, bis zu 50 Prozent weniger Befestiger. HERTALAN® Bahnen werden bereits im Werk im Hot-Bonding-Verfahren durch Vulkanisation homogen miteinander verbunden. So können Planengrößen bis zu 1.000 m² maßgeschneidert vorgefertigt und in einem Stück auf die Baustelle geliefert werden. Der manuelle Nahtfügeanteil auf dem Dach beträgt nur noch maximal fünf Prozent. Auch Einfassungen für Lichtkuppeln, Türen oder Stützen können so vorkonfektioniert werden. Dies bedeutet nicht nur ein erhebliches Plus an Sicherheit, sondern auch eine enorme Zeitersparnis bei der Verlegung. HERTALAN® EPDM-Abdichtungssysteme sind absolut witterungs- und UV-beständig, dauerhaft elastisch von -45 bis +120° Celsius und haben eine SKZ-zertifizierte Gebrauchsdauer von über 50 Jahren. Sie sind wurzelfest nach FLL und daher auch für Gründächer geeignet. Die Verarbeitung erfolgt sicher durch Heißluftverschweißung oder Verklebung ohne offene Flamme. HERTALAN® ist mit einer Environmental Product Declaration zertifiziert.   Sichere Direktverklebung auf EPS Die neue Flächengrundierung FG 40 ermöglicht die vollflächig lagesichere Direktverklebung der selbstklebenden EPDM-Dichtungsbahn RESITRIX® SK W Full Bond auf unkaschierten EPS-Hartschaumplatten, ohne dass diese angelöst werden. So können deutlich höhere Windsogkräfte vom verklebten Aufbau aufgenommen werden als ohne Grundierung. Der Auftrag mit dem zugehörigen Spritzgerät ermöglicht eine schnelle, gleichmäßig dünne Verteilung des Primers bei deutlich reduziertem Verbrauch gegenüber einem manuellen Auftrag mit der Rolle. Die Ablüftzeit ist von der Umgebungstemperatur abhängig und beträgt nur circa 40 Minuten. Die Verarbeitung ist auch im vertikalen Bereich möglich, das Temperaturspektrum für die Verlegung liegt zwischen +5 und +35° Celsius. RESITRIX® ist die einzige EPDM-Bahn, die in einer einzigartigen Materialkombination aus dem Synthesekautschuk EPDM und hochwertigem polymermodifizierten Bitumen die Vorteile beider Werkstoffe vereint. Durch die unterseitige Polymerbitumenschicht lassen sich die Bahnen nicht nur auf nahezu alle Untergründe verlegen, sondern auch an jeder beliebigen Stelle der Bahn schnell und sicher mittels Heißluft ohne offene Flamme miteinander verschweißen. Aufgrund der molekularen Netzstruktur des Werkstoffes EPDM hat RESITRIX® herausragende Produkteigenschaften: Die Bahnen sind absolut UV- und witterungsbeständig und bei einer Dehnbarkeit von bis zu 600 % dauerhaft elastisch. Materialschrumpf und Shattering sind kein Thema. Das Süddeutsche Kunststoffzentrum bescheinigt RESITRIX® eine Nutzungsdauer von mehr als 50 Jahren, als einzigem Produkt auch für die Nahtfügung. Die Verlegung ist auf nahezu allen Untergründen möglich, daher sind die Produkte für Neubau und Sanierung geeignet. RESITRIX® ist mit einer Environmental Product Declaration  zertifiziert und bei der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) gelistet.

Holzmodule schaffen ein gutes Innenraumklima und sparen Energie

Holzmodule schaffen ein gutes Innenraumklima und sparen Energie Nachhaltige Gebäude in Holzmodulbauweise von Cramo Adapteo Temporäre Holzgebäude zur Miete Mit dem leistungsfähigen C90 Holzmodul bietet Cramo Adapteo ein energieeffizientes Mietmodul für die Langzeitvermietung an. In Großkrotzenburg hat Cramo Adapteo eine zweigeschossige Wohnheimanlage aus C90 Holzmodulen für 60 Monate errichtet, mit der Möglichkeit die Anlage um ein zusätzliches Stockwerk zu erweitern. Holzmodule stehen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Bauweise. Denn Holz ist ein natürlicher Baustoff. Holz weist eine ausgezeichnete Ökobilanz über den gesamten Lebenskreislauf auf, von der Herstellung und Nutzung bis zur Entsorgung. Die Holzmodule von Cramo Adapteo werden im Werk vorgefertigt, dadurch sind die Bauzeiten vor Ort kurz und planbar. Die modulare Bauweise ermöglicht eine hohe Flexibilität, denn die Gebäude lassen sich je nach aktuellem Bedarf erweitern oder aufstocken. Nach Ende der Mietzeit wird das Gebäude zurückgebaut. Die Mietmodule aus Holz sind für eine Langzeitmiete bis zu 20 Jahren ausgelegt. Die 1.600 qm große Wohnunterkunft umfasst eine zweigeschossige Anlage mit abgeschlossenen Wohnbereichen für je 5 Einheiten pro Stockwerk. Eine Einheit wird von bis zu 10 Personen bewohnt. Die Holzmodulanlage ist so geplant, dass sie für kleine Familien, Einzelpersonen und Großfamilien nutzbar ist. Die Bewohner nutzen geräumige Doppelzimmer und teilen sich je Wohneinheit eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum. Waschautomaten und Trockner stehen für jede Wohneinheit zur Verfügung. Für die Wohnanlage wurde ein Brandschutzkonzept umgesetzt, bei dem drei Brandabschnitte mit Brandschutzmaßnahmen und einer flächendeckenden Brandmeldeanlage eingerichtet wurden. Die Sicherung der Fluchtwege hatte dabei die oberste Priorität. Nachhaltigkeit bei der Montage Cramo Adapteo hat sich für ein nachhaltiges Fundament entschieden, bei dem die Fläche unberührt bleibt und nicht versiegelt wird. Deshalb erfolgte bei dem Wohnheim die Gründung mit Schraubfundamenten. Aufgrund der unterschiedlichen Bodenverhältnisse auf dem Gelände wurden Schrauben von 2 m bis zu 6 m Länge eingesetzt. Anschließend wurden Stahlträger zur Lastenverteilung verschraubt und die Holzmodule ausgerichtet. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass es jederzeit um ein drittes Stockwerk erweitert werden kann. Nach der Mietzeit wird das Gebäude rückgebaut und das Gelände im Ursprungszustand an die Stadt zurückgegeben.Schlechte Luft raus und gute Luft rein durch kontrollierte Raumlüftung Holzmodule von Cramo Adapteo sorgen für eine effiziente Wärmerückgewinnung. Mit der Wärmerückgewinnung wird die Wärme aus der Abluft durch einen Wärmetauscher auf die frische Zuluft übertragen – ohne dass sich die Luftströme vermischen. Die moderne Lüftungstechnik in den Holzmodulen erlaubt einen Wärmebereitstellungsgrad von 77 – 80%. Zusätzlich wird das Gebäude permanent mit frischer Luft versorgt und die verbrauchte Luft abgesaugt.Geringer Energieverbrauch durch effiziente Wärmerückgewinnung Das Wohnheim aus Holzmodulen weist Energiewerte auf, die deutlich unter den Werten der aktuellen EnEV liegen. Die Dämmung ist mehrschichtig mit geringen U-Werten für Decke, Boden und Wand. Die Fenster sind 3-fach verglast und verfügen über einen effektiven Sonnenschutz. Bei dieser Wohnanlage wurden die Energiewerte durch die Installation einer weiteren Warmwasserheizung mit Fernwärme zusätzlich verbessert. ÜBER CRAMO ADAPTEO Cramo Adapteo hat sich auf die Vermietung von hochwertigen Raumlösungen aus Holz und Stahl spezialisiert. Das Unternehmen ist Marktführer in Skandinavien für Mietgebäude in Holzmodulbauweise für Büros, Schulen, Kitas und Wohnheime. Mit dem leistungsfähigen C90 Holzmodul bietet Cramo Adapteo in Deutschland ein energieeffizientes Mietmodul für die Langzeitvermietung an. Die Cramo Adapteo GmbH in Deutschland hat den Hauptsitz in Frankfurt am Main und Standorte in Schwenningen und München. Weitere Standorte sind bundesweit geplant. Cramo Adapteo ist Teil der finnischen Cramo Group. Die Cramo Group ist ein führender Vermieter von Baumaschinen und Baumaschinenzubehör sowie modularen Raumsystemen in Europa. Die Cramo Group ist in 15 Ländern vertreten und seit 1988 an der Börse in Helsinki gelistet. Fotos: Cramo Adapteo GmbH Weitere Informationen erteilt gerne: Cramo Adapteo GmbH Wächtersbacher Straße 63 60386 Frankfurt am Main Telefon 069-3300900 Fax 069-303333 E-Mail info.de@cramoadapteo.com Web www.cramoadapteo.de    

Aus zwei mach sechs: Vorhang auf für die neuen Abdichtungsnormen

Aus zwei mach sechs: Vorhang auf für die neuen Abdichtungsnormen 18195 und 18531 – zwei Zahlenfolgen, die wohl jedem Architekten und Planer bestens bekannt sind. Kein Wunder, schließlich gelten die DIN 18195 für Bauwerksabdichtungen und die DIN 18531 für Dachabdichtungen seit vielen Jahren als allgemein anerkannte Regeln der Technik und somit als Maßstab für die Beurteilung der Ausführung. Oder besser: galten. Denn 2017 tritt ein komplett überarbeitetes, dann sechs Normen umfassendes Regelwerk in Kraft. Welche Veränderungen ergeben sich daraus? Welche Vorzüge bringen die neuen Abdichtungssnormen mit sich? Und wie ist das neue Regelwerk im Detail ausgestaltet? Diese und weitere relevante Fragen beantwortet der vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. ab sofort in regelmäßigen Beiträgen, die Interessierte an dieser Stelle nachlesen können. Quelle: derdichtebau.de Warum eine grundlegende Überarbeitung nötig war: die Ausgangslage Das Jahr 2000 war eine Zäsur für die seit 1983 bestehende DIN 18195 sowie für die 1987 eingeführte DIN 18531: Während die DIN 18531 umfassend überarbeitet und damit in ihrer Relevanz gestärkt wurde, stellte die Aufnahme von Bitumendickbeschichtungen einen Meilenstein für die DIN 18195 dar. Gleichzeitig zeigte dieser Schritt jedoch auch die Grenzen der bis dahin gut funktionierenden Norm auf: Die Integration neuer Abdichtungsstoffe gestaltete sich aufgrund der bestehenden Strukturen als äußerst schwierig. Diese Erkenntnis führte schließlich 2010 zu dem Entschluss, beide Normen durch fachkundige Normenausschüsse grundlegend überarbeiten zu lassen und so die Aufnahme bestehender und zukünftig auf den Markt kommender Stoffe erleichtern. Quelle: derdichtebau.de DIN 18195 wird aufgegliedert Um diesem Anspruch gerecht zu werden und die Handhabe in der Praxis zu erleichtern, wurde das bestehende Regelwerk der DIN 18195 aufgebrochen und in vier klar voneinander abgegrenzte Folgenormen gegliedert. Unter dem Mantel der DIN 18531 wurden zudem die Normen für genutzte und ungenutzte Dächer zusammengeführt, sodass sich folgende neue Struktur ergibt: DIN 18195 – Abdichtung von Bauwerken – Begriffe (Terminologienorm)                     DIN 18531 – Abdichtung von Dächern sowie Balkonen,Loggien und Laubengängen DIN 18532 – Abdichtung von befahrenen Verkehrsflächen aus Beton DIN 18533 – Abdichtung von erdberührten Bauteilen DIN 18534 – Abdichtung von Innenräumen DIN 18535 – Abdichtung von Behältern und Becken Quelle: derdichtebau.de An dieser Gliederung wird schnell deutlich, dass die neuen Normen die Auswahl der jeweils anzuwendenden Regelungen im Alltag deutlich vereinfachen. Auch die praktische Anwendung sollte mit der Überarbeitung vereinfacht werden. Aus diesem Grund weisen die vier Nachfolgenormen der DIN 18195
  • – eine einheitliche Struktur und Gliederung,
  • – klare Definitionen der Schnittstellen untereinander,
  • – einheitliche Regelungen zur Aufnahme neuer Stoffe,
  • – ein einheitliches Klassifizierungssystem,
  • – harmonisierte Begriffsverwendungen und
  • – ein normenübergreifendes Sicherheitskonzept auf.
18531 – eine Norm für alle Dächer Eine Ausnahme von dieser Vereinheitlichung stellt die DIN 18531 dar. Die Normstruktur baut noch auf der Gliederung der bisherigen Norm auf und unterscheidet sich daher von den neuen Abdichtungsnormen der Reihe. Sie besteht aus den bekannten vier Teilen für nicht genutzte und genutzte Dächer sowie einem weiteren Teil für die Abdichtung von Balkonen, Loggien und Laubengängen. Die Gliederung der Norm soll erst im nächsten Überarbeitungsschritt an die der anderen Abdichtungsnormen angepasst werden. Dennoch lässt sich an der neuen „Dachnorm“ der durch die neuen Regelwerke erzielte praktische Vorteil gut veranschaulichen. Denn die neue DIN 18531 umfasst neben den Vorgaben für nicht genutzte Dächer auch die Regeln der bislang in der DIN 18195-5 behandelten genutzten Dächer. Neben präziseren Aussagen zum Thema Gefälle wurde ein neuer Abschnitt zur Planung von Solaranlagen aufgenommen. Gleichzeitig bietet die neue DIN 18531 auch Hilfestellungen im Umgang mit dem aktuellen Thema Shattering und trägt zudem den Herausforderungen im Umgang mit neuen Stoffen Rechnung. Insgesamt wird den Anwendern mehr Sicherheit in der praktischen Anwendung verschafft.   Quelle: derdichtebau.de Informative Artikelserie auf derdichtebau.de Sicherlich wird es trotz der klar geregelten Zuständigkeiten und weitestgehend einheitlichen Strukturen einige Zeit brauchen, bis die Normenwerke in all ihren Details in der Praxis so sicher interpretiert und angewandt werden kann, wie es möglicherweise bei den noch bestehenden Vorgängerversionen der Fall ist. Der vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V. bietet daher allen Interessierten ab sofort auf derdichtebau.de  ein stetig wachsendes, fachliches Informationsangebot rund um die neuen Normen an. Neben den wichtigsten Inhalten der Regelwerke selbst wird auch auf Details wie etwa die neuen Riss-, Wasserbeanspruchungs- oder Verformungsklassen eingegangen. Für Architekten, Planer und Ausführende lohnt es sich also, die Seite in Zukunft regelmäßig zu besuchen.

BAU 2017 / Architektonische Königsdisziplin Fassade – Vergangenheit bewahren und Zukunft bauen

Die Fassade gilt als eine Königsdisziplin der Architektur. AGROB BUCHTAL zeigt dazu bei der BAU 2017 (Halle A4, Stand 500) spannende Möglichkeiten in Form von keramischen Systemlösungen. Eine von mehreren Spielarten sind dreidimensionale keramische Fassadenelemente aus dem traditionellen Langzeitbrand-Tunnelofen. Ein entsprechendes Projekt, das in mehrfacher Hinsicht  außergewöhnlich ist, wurde im Sommer 2016 in der Schweiz realisiert.  Das Projekt Lernen – Wohnen – Arbeiten ist der Dreiklang, der die Stiftung Vivendra treffend beschreibt. Gegründet wurde die Einrichtung 1965 durch eine Elternvereinigung als „Stiftung Schulheim Dielsdorf für cerebral Gelähmte“. 1970 erfolgte die Eröffnung des Standorts Dielsdorf mit heilpädagogischer Schule, Internat, Therapien und Erwachsenenheim. 2011 wurde der Namenswechsel in „Stiftung Vivendra“ vorgenommen. Davon unverändert blieb die Zielrichtung der Institution, nämlich die Betreuung zerebral („das Großhirn betreffend“) gehandicapter Menschen jeden Alters, vom Kleinkind in der integrativ geführten Kindertagesstätte bis zur Alterswohngruppe. Heute ist die Einrichtung in vier Ortschaften im Zürcher Unterland tätig. Die Fassaden der Keimzelle der Stiftung in Dielsdorf wurden kürzlich umfassend saniert. Die Vorgeschichte Die vier Gebäudeteile A bis D wurden wie erwähnt Ende der 1960er / Anfang der 1970er  errichtet. Sie wiesen typische bauliche Merkmale der damaligen Zeit auf wie die Betonung der Horizontalen durch markant ausgebildete Fensterbänder oder  zurückspringende Sockel oder Treppenhaus-„Scharten“ an den Stirnseiten.  In den 1980er Jahren erfolgte dann eine erste eher provisorische Fassadensanierung: Als kleiner Beitrag zur Minderung energetischer Defizite wurde eine ca. 5 cm dicke (oder besser gesagt dünne) Steinwolldämmung angebracht und mit Faserzement-Platten bekleidet. Rückblickend betrachtet ist diese Lösung sowohl technisch als auch optisch eher als suboptimal einzuordnen (siehe Motiv 1). Um den unbefriedigenden Zustand zu ändern, begannen 2013 die Planungen für eine umfassende Fassadensanierung durch das renommierte Büro L3P Architekten (Regensberg bei Zürich) unter Federführung von Dipl.-Ing. Arch. FH Mareike Beumer. Dieser fundierten Planung folgend, wurden dann von Herbst 2015 bis Sommer 2016 die Fassaden von drei (zuerst Haus C, dann B, dann A) der insgesamt vier Gebäude von Grund auf generalsaniert. Haus D folgt zu einem späteren, noch zu definierenden Zeitpunkt. Der konstruktive Aufbau Bei dieser jüngsten Generalsanierung gab es eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen. Eine Besonderheit war, dass das Mauerwerk – eine Art Stahlskelett mit Ausfachung – statisch nicht tragend genug war. Daher mussten Verankerung bzw. Lastabtrag der neuen Gebäudehülle über die Geschossdecken erfolgen. Diese Aufgabe wurde gelöst mit Hilfe von Konsolen mit verstellbaren Haltewinkeln, um so gleichzeitig abweichende Fassadentiefen zu egalisieren. Diese Konsolen bildeten die Grundlage für eine durchdachte Fassadenkonstruktion mit energetisch optimaler Dämmung und einem mehrschaligen Aufbau: Auf einer Holzlattung, die 4 cm Hinterlüftung schafft, wurde das „KNAUF AQUAPANEL Cement Board Outdoor“ verschraubt und darauf Fliesen verklebt. Die Gebäudehülle Die Fliesen stammen von der Architekturkeramik-Marke AGROB BUCHTAL und wurden speziell für dieses Projekt im Werk Buchtal in D-92521 Schwarzenfeld gefertigt. Architektin Mareike Beumer vom Büro L3P hatte diese Materialwahl sogar durch die Besichtigung historischer Fliesenfassaden in Hamburg abgesichert. Von den zahlreichen Vorzügen des vielseitigen Werk- und Baustoffs Keramik waren für sie be-sonders Nachhaltigkeit, Langlebigkeit, Ästhetik und Farb- bzw. Lichtechtheit relevant. Die architektonische Wirkung Diese Aspekte kommen in Dielsdorf gleich mehrfach zum Tragen: Das Gebäude-Ensemble ist eingebettet in eine parkähnliche Umgebung, die von Gästen und Bewohnern gerne genutzt wird für Spaziergänge. Die Pluralität menschlicher Charaktere und die Vielfalt der Stiftung Vivendra sollte sich auch in der Fassade widerspiegeln. Daher galt es, einen monoton-uniformen Eindruck zu vermeiden und stattdessen eine Anmutung zu finden, die – dem Handicap der Bewohner entsprechend – leise Reize erzeugt, ohne schrill zu wirken. Kurz gesagt bestand die Absicht darin, einen Sinnespark mit einem Hauch Poesie zu kreieren. Dieses anspruchsvolle Ziel unterstützt die Fassadenkeramik durch die plastisch-dreidimensionale Formgebung und eine glänzende Glasur mit subtil changierender Farbgebung: Je nach Lichteinfall und Standort vermitteln die Gebäudehüllen beim Schlendern durch den Park wechselnde Effekte, Eindrücke und sanfte Reflexionen. Die erwähnte Pluralität kommt auch dadurch zum Ausdruck, dass die beiden Formate 6 x 30 cm und 10 x 30 cm nicht streng regelmäßig, sondern in wechselnden Konstellationen angeordnet sind, so dass eine feine Rhythmik entsteht. Zudem korrespondieren die zwei Farbtöne der Fassadenkeramik mit der Umgebung und lassen die Gebäudekörper grazil und filigran wirken. Ein elementarer Beitrag dazu ist auch die Quer-Verlegung der Fliesen, die sogar um die Außenecken der Gebäude und  Balkone schnüren, ohne durch Fremdmaterial wie z.B. Metallschienen unterbrochen zu werden. Möglich  wurde dies durch exakte Gehrungsschnitte, die wie die gesamten Fassaden-Bauleistungen von der Rolf Schlagenhauf AG (CH-8706 Meilen) ausgeführt wurden. Diese konsequente und homogene Lösung verleiht den Gebäuden eine souveräne monolithische Körperlichkeit und ist darüber hinaus eine Reminiszenz an die architektonischen Wurzeln durch die Betonung der Horizontalen. Gleiches gilt für die markant eingefassten Fenster, die sich als prominentes Band über die Längsseiten der Gebäude ziehen  Um diesen Effekt zu akzentuieren und auch hier die dritte Dimension gezielt einzusetzen, ließ man die Tiefe der Fensterlaibungen durch die nun weiter vorspringende Konstruktion bewusst auf  50 cm anwachsen. Dies hat nicht nur Vorzüge an heißen Sommertagen, sondern projiziert je nach Tageszeit und Sonnenstand weitere Licht-Schatten-Spiele auf die Fassade. Zukunft und Fazit Kompetente Planung, sorgfältige Verarbeitung und hochwertige Materialien ergeben ein Gesamtergebnis, das durch und durch überzeugt: Hinter der geradezu futuristisch anmutenden Gebäudehülle verbirgt sich eine grundsolide, intelligente Konstruktion. Dieses gelungene Zusammenspiel bietet beste Voraussetzungen für Langlebigkeit, Rentabilität und dauerhafte Ästhetik. Motiv 1 (Bildquelle: Architekturbüro L3P) Vorher: Energetisch und optisch unbefriedigend mit einer eher tristen und zerklüfteten Gebäudehülle im „Container-Look“. Motiv 2 (Bildquelle: AGROB BUCHTAL Gmbh / Adriano Faragulo) Nachher: funktional und stylish mit geradezu futuristisch an-mutender Fassade mit definierten Linien und Proportionen. Motiv 3 (Bildquelle: Architekturbüro L3P) Dieses Regeldetail illustriert die fundierte Planung, mit der z.B. unterschiedliche Fassadentiefen ausgeglichen, statische Besonderheiten bewältigt und energetisch optimale Lösungen erzielt wurden. Motiv 4 (Bildquelle: AGROB BUCHTAL Gmbh / A. Faragulo) Dank exakter Gehrungsschnitte läuft die Fliesenbänderung sogar „um die Ecke“ und schafft dynamische Perspektiven. Sorgfalt im Detail zeigt sich auch im Bereich der Fensterzargen und der Attika. Motiv 5 (Bildquelle: AGROB BUCHTAL Gmbh / Adriano Faragulo) Aus der Nähe betrachtet (hier: Stirnseite mit Öffnungen zur Treppenhaus-Belichtung): Harmonische Formate, changierende Farben, dreidimensionale Oberflächen und dezent-rhythmische Querverlegung ergeben ein faszinierendes Gesamtkunstwerk. www.agrob-buchtal.de / www.l3p.ch / www.schlagenhauf.ch  

Architektur fördert Kommunikation Neuartiges Bürogebäudekonzept realisiert

Wenn ein Bauspezialist für modulare Gebäude wie KLEUSBERG sein eigenes neues Verwaltungsgebäude konzipiert, muss dies nicht nur den benötigten Raum schaffen, sondern gleichermaßen als Referenz für  zeitgemäße und kommunikationsfördernde Büroarchitektur dienen. In nur 4 Monaten Bauzeit entstand am Firmensitz in Wissen ein intelligentes, 2.000 m² großes Bürogebäude für rund 100 Mitarbeiter inklusive eines daran anschließenden Mitarbeiterrestaurants. Statt schmaler langer Flure zur Erschließung der einzelnen Büros wurden die Mittelzonen auf allen 3 Etagen großzügig als offene Kommunikationsräume gestaltet. Informelle Besprechungen finden meist nicht mehr in den Büros statt, sondern z. B. beim Kaffee am Stehtisch oder in den Lounge-Bereichen. Die Büroräume sind dadurch bewusst für konzentriertes Arbeiten ausgelegt. Die Mittelzonen beherbergen zudem einen Großteil der Stauräume für Akten und Unterlagen sowie zentrale Kopier- und Druckstationen, sodass die Büros davon befreit bleiben und mit reduzierter Fläche auskommen. Der Flächenbedarf des gesamten Gebäudes liegt dadurch auf dem Niveau eines konventionell konzipierten Verwaltungsbaus. Das Mitarbeiterrestaurant bietet nicht nur Raum für entspannte Pausen, sondern hat multifunktionalen Charakter. Der sich zweiseitig durch raumhohe Pfostenriegelfassaden öffnende Bau kann dank moderner Medientechnik bei Bedarf auch als Veranstaltungsraum genutzt werden. Sowohl der neue Bürogebäudetrakt als auch das Mitarbeiterrestaurant sind konsequent barrierefrei ausgeführt. Ganzheitliches Konzept Der 3-geschossige Neubau schließt sich durch einen vollverglasten, ebenfalls 3-geschossigen Verbinder harmonisch an das Bestandsgebäude an, sodass ein integrierter Verwaltungskomplex entstanden ist. Prägend für das neue Gebäude ist die klar strukturierte Metallplattenfassade mit etagenweise versetzten Fensterbändern. Mit seiner natürlichen Lärchenholzfassade kontrastiert das zudem mit extensiver Dachbegrünung versehene Mitarbeiterrestaurant bewusst zum eher kühlen Verwaltungsbau. Das Innere des Restaurants ist durch eine leichte Holzkonstruktion aus heimischer Eiche zoniert und trennt so den multifunktionalen Ess- vom Zubereitungsbereich. Die  Verbindung von zurückhaltender Modernität und Natürlichkeit verkörpert dabei konsequent die Philosophie des mittelständischen Familienunternehmens KLEUSBERG. Nachhaltige und dennoch hochwirtschaftliche Gebäudetechnik Anhand seines neuen Bürogebäudes zeigt KLEUSBERG auch, wie sich mit umweltfreundlichen Technologien hoher Komfort und eine angenehme Arbeitsatmosphäre schaffen lassen. Strom wird durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt. Für die Beheizung und Klimatisierung des Gebäudes wird Geothermie genutzt und somit der Primärenergieeinsatz minimiert. Die Temperaturregulierung während der Sommermonate erfolgt über eine temperaturprognose-gesteuerte Nachtauskühlung. In allen Räumlichkeiten kommen energiesparende LED-Leuchten zum Einsatz, die präsenz- und/oder zeitabhängig schaltbar sind. Ein schlüssiges Gesamtkonzept Der Schwerpunkt von KLEUSBERG lag bei dieser Neubaumaßnahme darin, ein harmonisch in das Gesamtumfeld integriertes Gebäude zu schaffen, das insbesondere den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein motivierendes, kommunikationsförderndes Arbeitsumfeld bietet. Für KLEUSBERG ist dies gleichermaßen auch ein wichtiger Baustein im Rahmen seiner Mitarbeiter-gewinnung. Und hier zeigt sich bereits wenige Wochen nach dem Einzug, dass die positive kommunikative Atmosphäre und das ansprechende Mitarbeiterrestaurant erste Früchte tragen. ÜBER KLEUSBERG Die KLEUSBERG GmbH & Co. KG, Wissen, ist auf den Gebieten Modulares Bauen, Mobile Mietgebäude, Mobile Raumsysteme und Halleneinbauten tätig. Das 1948 gegründete mittelständische Unternehmen beschäftigt über 650 Mitarbeiter – davon über 50 Auszubildende und duale Studenten – und erzielte 2015 einen Umsatz von 171 Mio. Euro. KLEUSBERG plant, fertigt und errichtet schlüsselfertige Gebäude in modularer Bauweise nach individuellen Planungen und Kundenanforderungen. Im Bereich Mobile Mietgebäude zählt KLEUSBERG zu den leistungsfähigsten Anbietern in Deutschland. Mit dem neuen Mietsystem ModuLine® hat KLEUSBERG sein Lösungsportfolio sinnvoll erweitert. ModuLine® ermöglicht es, individuelle Gebäude auf Langzeit-Mietbasis zu errichten. Neben drei Werksstandorten in Wissen an der Sieg ist KLEUSBERG in Hamburg, München, Remseck und Kabelsketal bei Halle mit eigenen Niederlassungen und weiteren Fertigungswerken vertreten. Fotos: KLEUSBERG GmbH & Co. KG, Abdruck in Verbindung mit dieser Presseinformation frei. Verantwortlich für den Inhalt:        KLEUSBERG GmbH & Co. KG Jan Ackerstaff – Leiter Marketing-Kommunikation Wisserhof 5 57537 Wissen Tel. 02742 955-220 ackerstaff@kleusberg.de

Neuerungen in ORCA AVA und AUSSCHREIBEN.DE

Erweiterter Texteditor In ORCA AVA 22 sorgen zahlreiche Innovationen für bessere Übersicht und optimalen Workflow bei steigendem Leistungsumfang. Der Texteditor in ORCA AVA 22 wurde funktional nochmals erweitert und zur besseren Übersicht neu strukturiert. Grundsätzlich bietet er die aus gängigen Windows-Texteditoren bekannten Funktionen zur individuellen Textgestaltung. Je nach Anwendungsbereich wurden einzelne Funktionen individuell angepasst und aufgabenspezifische Funktionen ergänzt. Während z.B. bei einem Positionstext in einem Leistungsverzeichnis die GAEB-Regeln im Vordergrund stehen, liegen bei der Gestaltung von Dokumenten ganz andere Maßstäbe zugrunde. Dementsprechend wurden die Texteditor-Funktionen auf dem jeweiligen Ribbon gruppiert. In den Dokumenten können nun noch mehr Variablen aus unterschiedlichen Projekttabellen verwendet werden, was den Schriftverkehr wesentlich vereinfacht. Optimale Transparenz durch 3D-Visualisierung In ORCA AVA 22 bietet die IFC Mengenübernahme 2.0 einen optimierten Workflow und mehr Überblick. Die 3D-Visualisierung zeigt das Projekt als grafisches dreidimensionales Konstruktionsmodell, das die räumliche Zuordnung und Orientierung erleichtert. Es kann vergrößert, verkleinert und in jede beliebige Lage gedreht und gekippt werden. Zusätzliche Optionen zur individuellen Darstellung erlauben die Betrachtung aus allen Perspektiven. Einzelne Bauteilgruppen können ein- bzw. ausgeblendet werden, was in komplexen Modellen für optimale Transparenz sorgt. Die 3D-Visualisierung ist mit den Sichten verknüpft, so dass eine Markierung im Modell schnell und einfach zum zugehörigen Eintrag führt. Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Markierte Einträge können durch farbliches Hervorheben oder Heranzoomen im Modell lokalisiert werden. Für die Ausschreibung aufbereitete Sichten In hierarchischen Baumstrukturen, den sogenannten Sichten, sind die IFC-Daten nach unterschiedlichen Ordnungskriterien sortiert. Sie ermöglichen übersichtliches Navigieren und erleichtern den Zugriff auf die enthaltenen Bauteile. Die Sicht Raumgeometrie ist eine räumlich-/geschoss-orientierte Darstellung mit allen raumgeometrischen Maßen wie Fläche, Umfang, Höhe und Volumen. Alle im Projekt enthaltenen Fenster- und Türtypen können in einer eigenen Sicht gelistet werden. In einer weiteren Sicht werden alle Bauteile entsprechend der IFC-Systematik gruppiert, z.B. Balken, Fundamente oder Treppen. In allen Sichten können die Anzeigen individuell konfiguriert werden, um die aktuell benötigten Daten in den Fokus zu stellen. Über 930.000 kostenlose Ausschreibungstexte Für effizientes Arbeiten bei der Erstellung von Leistungsverzeichnissen sorgt die Anbindung an AUSSCHREIBEN.DE, einem weiteren Angebot der ORCA Software GmbH. Die hier veröffentlichten Gratis-Ausschreibungstexte von über 550 Bauproduktherstellern stehen in allen relevanten Datenformaten zum Download bereit und können in ORCA AVA und zahlreiche andere AVA-Anwendungen direkt per Drag&Drop übernommen werden. Übersichtliche Gruppierungen und eine starke Suche führen sicher durch die Datenvielfalt. Halle:  C3 Stand:     616 ORCA Software GmbH Georg-Wiesböck-Ring 9 83115 Neubeuern Tel.: +49 8035 9637-0 Fax: +49 8035 9637-11 info@orca-software.com www.orca-software.com www.ausschreiben.de Autor: Roswitha Schneider-Sorger

Mit Allplan wird BIM Alltag: Auf der BAU 2017 zeigt Allplan, wie BIM in der Praxis wirklich funktioniert

Mit Allplan wird BIM Alltag: Auf der BAU 2017 zeigt Allplan, wie BIM in der Praxis wirklich funktioniert
  • Lösungsportfolio für alle Phasen des Lebenszyklus von Bauwerken
  • Allplan 2017 und bim+ ermöglichen vollintegrierte, interdisziplinäre Zusammenarbeit
Allplan präsentiert auf der BAU 2017 in München vom 16. bis 21. Januar 2017 sein komplettes Lösungsportfolio für alle Phasen des Lebenszyklus eines Bauwerks mit Schwerpunkt auf Building Information Modeling (BIM). Das Angebot reicht von der CAD-Lösung Allplan für Architekten und Ingenieure über Lösungen für Baukostenmanagement und die Bewirtschaftung von Gebäuden für Facility-Manager bis hin zur offenen Cloud-Lösung bim+ für BIM-Manager und BIM-Koordinatoren sowie innovative Partner-Applikationen. Die Besucher können sich in Halle C3 Stand 320 davon überzeugen, wie Allplan allen Projektbeteiligten hilft, die BIM-Arbeitsweise zielgerichtet anzuwenden und Mehrwerte zu schaffen: Mithilfe von Allplan Architecture, Allplan Engineering und bim+ wird die modellbasierte Zusammenarbeit aller Beteiligten so zuverlässig wie nie zuvor möglich. „BIM bringt Menschen, Prozesse und Werkzeuge zielorientiert zusammen und schafft Mehrwerte – überall im Lebenszyklus eines Bauwerks. Auf der BAU zeigen wir, wie das mit unseren Lösungen zuverlässig und einfach schon heute im Alltag funktioniert“, sagt Markus Tretheway, Vice President Product Management Allplan. „Mit Allplan wird BIM eben Alltag“.  Bauprojekte erfolgreich durchführen mit bim+ Die offene Cloud-Lösung bim+ sorgt dafür, dass sich Modelldaten und Dateien aus verschiedenen Systemen zentral verwalten lassen. Die Zusammenarbeit und Koordination über Büro-, Disziplin- und Softwaregrenzen hinweg wird so viel einfacher als bisher. Alle an einem Bauwerksprojekt Beteiligten können über bim+ jederzeit und überall auf den aktuellen Planungsstand zugreifen. Das neue Touch-Interface stellt die volle Leistungsfähigkeit von bim+ nun auch auf allen Smartphones und Tablets zur Verfügung. So kann ab sofort auch vor Ort auf der Baustelle einfach und zuverlässig auf die Planungsdaten zugegriffen werden. Das schafft Transparenz und stellt sicher, dass Planungsqualität und Zeitplan eingehalten werden. BIM zielgerichtet anwenden mit Allplan 2017 Die disziplinübergreifende Zusammenarbeit mit Allplan 2017 ist ebenfalls Thema des Messeauftritts: „Die neueste Version unserer leistungsfähigen CAD-Lösung Allplan ist ein weiterer großer Schritt in Richtung einer vollständig digitalisierten Arbeitsweise, die für Architekten und Bauingenieure noch mehr Flexibilität und Präzision schafft“, sagt Markus Tretheway. Zum Beispiel durch das neue, in Allplan 2017 integrierte Task Board, mit dessen Hilfe Aufgaben im Projektteam klar zugewiesen und die Umsetzung problemlos nachverfolgt werden kann. Oder das grenzenlose und präzise 3D-Modellieren von Körpern, Freiformen und Bauteilen. Zudem unterstützt Allplan 2017 den Export von BIM-Modellen im neuen IFC4-Format, wodurch das reibungslose Zusammenspiel mit anderer Planungs- und Bausoftware weiter verbessert und Informationsverluste erheblich reduziert werden. BU: In Kombination mit der offenen BIM-Plattform bim+ unterstützt Allplan 2017 die disziplinübergreifende Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten im Sinne von Building Information Modeling, zu sehen am Beispiel der Grundschule in Borgo Valsugana. Architekt: Gianluca Perottoni Architetto, Visualisierung: Allplan.   BU: Das neue Task Board in Allplan 2017 ermöglicht fachübergreifenden Teams die Kommunikation in Echtzeit, hier am Beispiel einer Wohnanlage in München. Ingenieure: MUCKINGENIEURE – INNOVATIVE TRAGWERKSPLANUNG, Visualisierung: Allplan. Weitere Informationen: www.allplan.com.

Wohnraum mit Freiraum

Schöck Isokorb bietet Lösungen für individuelle Balkongestaltung Baden-Baden 13. Oktober 2016: Inmitten von Berlin, im Bezirk Pankow am Prenzlauer Berg, entstand unter Einbezug der baulichen Ruine eines früheren Krankenhauses ein neues Wohnquartier, dessen Vielfalt bezüglich Wohnungsgrößen und Wohnqualitäten Vorbildcharakter für innerstädtische Wohngebäude einnimmt. Auffallend sind die als Kuben vor die Fassade gesetzten Balkone, die einerseits die Architektur prägen, andererseits wertvolle Freiflächen für die im Grundriss optimierten Zwei-Zimmer-Wohnungen bieten. Für die wärmebrückenarme, konstruktiv einfache und statisch wirtschaftliche Befestigung der Stahlbetonelemente sorgen verschiedene Typen des Schöck Isokorb, die zudem individuell an die spezifischen Details angepasst wurden. Der Isokorb KXT mit einer Dämmkörperdicke von 120 mm wurde für frei auskragende Stahlbetonbalkone entwickelt. Foto: Schöck Bauteile GmbH, Abdruck honorarfrei. Wohnraum ist in Berlin längst zum knappen Gut geworden – insbesondere bezahlbarer. Die aktuelle Bevölkerungsprognose des Berliner Senats [1] verspricht für die nächsten Jahre keine Entspannung der Situation: Bis 2030 rechnet man mit einer Zunahme der Einwohnerzahl um mehr als 7,5 Prozent, was die Hauptstadt von 3,56 auf 3,82 Millionen Bürger anwachsen lässt. Binnen der nächsten 14 Jahre fehlt es also an Wohnungen für rund 266.000 Menschen, wobei vor allem die Gruppe älterer Menschen ab 65 Jahren deutlich zunehmen wird. Die Zunahme der Einwohnerzahlen schwankt je nach Bezirk sehr stark: Während die Prognose für Tempelhof-Schöneberg von 2,6 Prozent Einwohnerzunahme ausgeht, hat der Bezirk Pankow mit 16 Prozent in den nächsten Jahren am meisten mit der Wohnungsnot zu kämpfen und muss entsprechend frühzeitig und vorausschauend reagieren.   Vom Krankenhaus zum Wohnquartier Die Anbindung der beiden übereinander frei auskragenden Stahlbetonplatten musste mit Isokorb KXT sowie Isokorb KXT-HV mit gebogenen Zugstäben alternierend erfolgen. Foto: Schöck Bauteile GmbH Mit den bezugsfertigen Paragon Apartments in der Danziger Straße nimmt der Kiez diese Herausforderung an und gibt damit eine Antwort auf die Frage nach der nötigen Vielfalt in einem modernen innerstädtischen Wohnkomplex. Wobei die Moderne zu weiten Teilen auf einer ruinösen Substanz aufgebaut wurde – dem früheren Krankenhaus Prenzlauer Berg, das schon 2000 seinen Betrieb eingestellt hat. Zwar gab es nach der Klinikschließung schon bald Pläne für eine hochwertige Seniorenresidenz, jedoch scheiterte das Projekt kurz nach Beginn der Um- und Anbauten an baulichen Bedingungen und wirtschaftlichen Unstimmigkeiten. Das 17 Mio. Euro teure Projekt wurde gestoppt und das gemischte Alt- und Rohbauensemble dämmerte die nächsten fünf Jahre hinter dem Bauzaun vor sich hin. Erst als mit der Trockland Management GmbH ein neuer finanzstarker Investor auf den Plan trat, schien die Rettung der angeschlagenen Immobilie in Toplage gesichert: Anstatt Seniorenresidenz war nun ein Wohnkomplex geplant, der den Gebäudebestand integrierte und um einige Neubauten ergänzen sollte. Den außergewöhnlichen Entwurf hierfür lieferten die Berliner GRAFT Architekten, die vorschlugen, den mit Altlasten verseuchten Dachstuhl des Krankenhauses rückzubauen und stattdessen zwei neue Obergeschosse aufzusetzen. Drei der für die geplante Seniorenresidenz bereits errichteten Anbauten wurden in das Konzept integriert. Entlang der Danziger Straße und zum rückseitigen Fröbelplatz hin sollten Neubauten den Anschluss an die bestehende Blockrandbebauung der Nachbarschaft sicherstellen.   Das Alte verwächst mit dem Neuen Die gestalterische Klammer für das gesamte Ensemble, bestehend aus 217 hochwertigen Mietwohnungen, einem Kindergarten, Café und einem Bio-Supermarkt, bildet die dreidimensional wirkende Fassade aus Balkonen unterschiedlicher Tiefe, die von den Architekten über- und nebeneinander angeordnet und zueinander versetzt und verschoben sind. Besonders ausgeprägt findet sich dieser gestalterisch expressive Ansatz an den Neubauten in der Danziger Straße und am Fröbelplatz. Die gleichen Kuben finden sich aber auch auf den neuen Dachaufbauten des historischen Klinikgebäudes, das ursprünglich 1912 als Schulgebäude errichtet worden war. So ist es den Architekten gelungen, das Alte mit dem Neuen nahtlos verwachsen zu lassen und den Kiez um ein stimmiges Gesamtensemble zu bereichern, dessen ehemalige Struktur trotzdem erkennbar bleibt, da der ergänzte Block von keiner Seite ganz geschlossen wurde.   Fassade mit Struktur und durchdachter Statik So augenfällig und ausdrucksstark die hellen Kuben aus präzise gefertigten Beton-Fertigteilen dem Wohnensemble das unverwechselbare Gesicht verleihen, so schwierig war deren Konstruktion und weitestgehend wärmebrückenfreie Einbindung in die Gebäudehülle. Für die bauliche Umsetzung der ungewöhnlichen Architektur erwies sich die enge und kooperative Zusammenarbeit aller Projektpartner – vom ausführenden Unternehmen über das Fertigteilwerk bis zum Produkthersteller – mit dem Ingenieurbüro Happold als segensreich. Die Tragwerksplaner haben die massiven „Cubes“ entsprechend ihrer Funktionen in Balkonplatte, Überdachung und seitliche Wandscheiben aufgelöst, was die Montage an der Fassade vereinfachte. An den beiden Neubauten sind die einzelnen Elemente der zahlreichen Stahlbetonkuben über Schöck Isokorb-Elemente in verschiedener Bauart an die Geschossdecken und den Baukörper angedockt  und kraftschlüssig verbunden. Die Zeichnung zeigt den Schnitt durch die Anschlussdetails zwischen Balkonplatte und Vordach. Eingesetzt wurden der Isokorb KXT sowie KXT-HV. Abbildung: Schöck Bauteile GmbH, Abdruck honorarfrei. Schöck Isokorb Typen übernehmen tragende Funktion Da sowohl die Balkonplatte als auch das Vordachelement für den darunter befindlichen Balkon in die gleiche Geschossdecke statisch eingreifen, musste die Anbindung der beiden übereinander frei auskragenden Stahlbetonplatten mit entsprechend ausgeformten Isokorb Typen alternierend erfolgen – auf einen Standard-Isokorb KXT mit gerade herauslaufenden Zugstäben folgte ein Isokorb KXT-HV mit gebogenen Zugstäben, der eine höhenversetzte Befestigung der auskragenden Stahlbetonplatte in die Deckenebene ermöglicht. Für die Lastaufnahme der seitlichen Wandscheiben bewährte sich der zur Bauzeit noch recht neue Schöck Isokorb EXT, den das badische Unternehmen für Außenecken entwickelt hat. Entsprechend besteht er immer aus einem linken und einem rechten Randelement, was in Kombination die Ecke ergibt und punktuell sehr hohe Momente und Querkräfte aufnehmen kann. Im Gegensatz zum Vorläuferprodukt lassen sich die gepaarten Eckelemente auch einzeln verbauen, was für den vorliegenden Fall der Seitenwände erlaubte, sehr hohe Lasten im Bereich der Wandscheibenecke abzutragen.   Gute Architektur braucht flexible Produktlösungen Das Paragon mit dreidimensional wirkender Fassade aus Balkonen unterschiedlicher Tiefen bietet mit seinen 217 Mietwohnungen eine moderne Wohnvielfalt in der Danziger Straße. Foto: Schöck Bauteile GmbH, Abdruck honorarfrei. Das Paragon in Berlin ist ein Musterbeispiel dafür, wie individuell sich die unterschiedlichen Isokorb Varianten an Objektvorgaben anpassen lassen. Dazu bedarf es jedoch einer konstruktiven und kompetenten Zusammenarbeit in einer sehr frühen Planungsphase – Architekten, deren Ideen sehr stark in das statische Konzept eines Gebäudes eingreifen, müssen bereits in der Entwurfsphase erkennen, wie sich die Details wirtschaftlich, wärmebrückenfrei und statisch sicher umsetzen lassen. Gemeinsame Überlegungen mit Tragwerksplanern und der Bauindustrie, die ja letztendlich die entsprechenden Produkte bereitstellen muss, sind für eine qualitätsvolle Architektur mit ausführbaren und damit zuverlässigen Details unverzichtbar. Für das Objekt Paragon fischte der Tragwerksplaner für jede statisch-geometrische Anforderung aus dem Schöck Portfolio das passende Produkt und passte es in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen an die jeweilige Einbauform an. Ein typisches Beispiel hierfür ist die Verwendung des Schöck Isokorb KS für den Anschluss von frei auskragenden Stahlträgern an Stahlbetondecken, der beim Paragon die Vordachelemente statisch sichert. In den Stahlbeton-Wandelementen wurde zudem der Isokorb Typ KST verbaut, der eigentlich für Stahl-Stahl-Verbindungen entwickelt wurde, und hier mit allen anderen Isokorb Varianten seine Flexibilität für die objektbezogenen Anforderungen unter Beweis gestellt hat. [1] Beriht zur Bevölkerungsprognose für Berlin und die Bezirke 2015 – 2030, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin, Januar 2016 Bautafel Standort:             Berlin, Bezirk Pankow, Prenzlauer Berg Projekt:               Wohnquartier Paragon Apartments Bauherr:              Trockland Management GmbH, www.trockland.com Architektur:        GRAFT Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin, www.graftlab.com Tragwerk:           Happold Ingenieurbüro GmbH, Berlin, Martin Elze, www.burohappold.com Bauzeit:               2013-2016 BGF:                     25100 m2 Produkte:            Schöck Isokorb Typ KXT, EXT, KS, KST