Zuverlässig und hilfreich

Produkte für mehr Sicherheit, Kautschukbeläge in neuem Design, Ratgeber für emissionsarme Baustoffe.   Hygienischer Türöffner Der neue Innentürantrieb „Portamatic“ von Hörmann eignet sich nicht nur für altersgerechtes Wohnen, sondern sorgt auch in Bürogebäuden und besonders in Krankenhäusern für einen barrierefreien und hygienischen Zugang. Die Türen werden einfach per Taster an der Wand, Funkhandsender oder der „BiSecur APP“ des Anbieters automatisch geöffnet und geschlossen. In Kombination mit einem berührungslosen Impulsgeber können Türen geöffnet werden, ohne den Drücker zu betätigen. Der berührungslose Vorgang minimiert auch die Gefahr, dass Krankheitserreger über den Türdrücker übertragen werden. Eine Handbewegung einige Zentimeter vor dem Schalter genügt. Eine Reversierfunktion sorgt dafür, dass niemand eingequetscht wird: Trifft die Tür nur mit leichter Kraft auf eine Person oder einen Gegenstand, fährt sie automatisch wieder auf. Der Antrieb hat mit etwa drei Euro pro Jahr einen niedrigen Stromverbrauch und soll vergleichsweise preiswert sein. www.hoermann.de Schließsystem für kleine Objekte Winkhaus hat eine elektronische Schließanlage speziell für kleinere Objekte mit bis zu 25 Zylindern auf den Markt gebracht. „BlueCompact“ besteht aus einer Aktivierungs- und Codekarte, 99 elektronischen Standardschlüsseln in fünf Farben, einem aktiven Masterkey, der als Nutzer- und als Programmierschlüssel verwendet werden kann, sowie den elektronischen Schließzylindern. Die Konfiguration und Verwaltung erfolgt mithilfe einer Smartphone-App, die auf aktuellen Online-Banking-App-Standards basiert und dadurch einen hohen Sicherheitsstandard verspricht. Personen- und sicherheitsrelevante Daten werden nicht in einer Cloud gespeichert. Sobald die App auf dem Smartphone oder Tablet installiert ist, arbeitet das System offline. Die Türzylinder werden mittels Masterkey programmiert und wissen dann, welcher Schlüssel zum Öffnen berechtigt ist. Verloren gegangene Schlüssel lassen sich leicht sperren und Erweiterungen oder Umstrukturierungen sind ebenso einfach umzusetzen. Die Schließanlage erlaubt zudem die Kontrolle darüber, wer welchen Raum betreten darf und ermöglicht auch, in Notfällen von außerhalb eine Schließberechtigung zu erteilen. www.winkhaus.de Entscheidungs-Hilfe Die Broschüre „Grünes Bauen mit  EMICODE – emissionsarme Produkte“ dient der Orientierung bei der Wahl wohngesunder bauchemischer Produkte. Den 24-seitigen Planungsleitfaden hat die GEV (Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V.) erstellt. Die GEV hat mittlerweile mehr als 4.000 bauchemische Produkte zertifiziert und das Umweltsiegel EMICODE vergeben. Das Label ist auch international anerkannt, und so erfüllen die mit EC1 und EC1 Plus zertifizierten Produkte auch über Landesgrenzen hinweg die höchsten Anforderungen an VOC-Emissionen. www.emicode.com Schutz vor Missbrauch Notausgangstüren und Fluchtfenster werden oft missbräuchlich bis hin zum Diebstahl genutzt, da die Türen und Fenster nicht abgeschlossen sein dürfen. Die GfS – Gesellschaft für Sicherheitstechnik hat mit „Dexcon“ eine preisgünstige Lösung auf den Markt gebracht, die solchen Missbrauch verhindert. Ihr „Doorexitcontroller“ (Dexcon) arbeitet mittels Reed-Kontakt und kann flexibel positioniert werden, wobei zwischen einer Türblatt- oder einer Rahmenmontage gewählt werden kann. Bereits das auffallend rote Kunststoffgehäuse mit dem Stopp-Piktogramm stellt eine Hemmschwelle gegen unbefugtes Öffnen der Tür dar. Wird dennoch eine Öffnung vorgenommen, ertönt in einer Stärke von 95 Dezibel ein lauter Alarm. Der Nutzer kann entscheiden, ob der Alarm entweder autorisiert mit dem Geräteschlüssel quittiert werden oder sich dieser nach drei Minuten selbst abschalten soll. Dank eines vorhandenen potenzialfreien Meldekontaktes lässt sich der Alarm auch an eine kundenseitig vorhandene Sirene, Blitzleuchte oder Ähnliches weiterleiten. Das Gerät wird in der Standardversion mit einer 9V-Blockbatterie betrieben, auch ein Stromanschluss ist möglich und die Montage erfordert wenig Aufwand. Da die Positionierung unabhängig vom Türbeschlag oder Fenstergriff erfolgt, eignet sich Dexcon auch zur Nachrüstung. www.gfs-online.com Trendige Kautschukböden Mit neuen Dekoren, mehr Farben und individuellen Sonderausführungen hat Artigo sein Angebot an Kautschukbelägen weiter ausgebaut. Neu ist die in sechs neutralen Farben erhältliche Steinoptik „Lava“, die durch eingestreute Granulate entsteht. Ebenfalls in sechs Farben zwischen hellem Elfenbein und schwarzgrauer Kohle ist die Kollektion „Screed“ verfügbar. Ihre Oberfläche erinnert an gestrichenen Beton. Dafür wird mithilfe eines speziellen Produktionsverfahrens Kautschukpulver aufgetragen und verspachtelt. Bei „Natura“ hat der Hersteller auf die für Kautschuk klassische dezente Marmorierung zurückgegriffen und diese durch Farbabstufungen mit zwölf Themen aus der Natur neu interpretiert – von gelben Sommertönen bis hin zu dunklen Walnusshölzern. Im Zuge des Relaunchs wurde auch das Farbspektrum der bestehenden Produktpalette aktualisiert und ergänzt. Alle Kollektionen stehen als Bahnenware und als Fliese zur Verfügung. Der Vertrieb erfolgt in Deutschland über Objectflor. www.objectflor.de

Schön und praktisch

Neue Rollladenkästen, Geländer als Stromlieferant und Gestaltungsideen für Fassaden aus Holz und Metall. Sonnenschutz neu im Sortiment Der Hersteller von Aluminiumsystemen Heroal hat ein Sonnenschutz-Programm entwickelt, das Produkte von der Lichtlenkung über die Teilabschattung bis hin zur Totalabschattung umfasst. Das Sortiment „LC“ bündelt die Lösungen zur Tageslichtlenkung. So erlauben die doppelwandigen Aluminium-Lamellen die individuelle Positionierung jeder einzelnen Lamelle, ebenso ist eine abschnittsweise Verdunklung möglich. „VS Z“ beinhaltet den textilen Sonnenschutz, der die Sonneneinstrahlung je nach Gewebe um bis zu 75 Prozent reduzieren kann. Die große Farbauswahl eröffnet einen breiten Spielraum bei der Fassadengestaltung, da die Montage außen erfolgt. Das System hält Windgeschwindigkeiten von bis zu 145 Kilometern pro Stunde stand. Für die totale Verschattung wurden bei „rs hybrid“ Rollladen und Textilgewebe kombiniert. Außen sorgen Aluminium-Lamellen für den Sonnenschutz, innen befindet sich ein wasser- und schmutzabweisendes Textilgewebe. Dadurch wird auch eine Geräusch- und Wärmedämmung erreicht. www.heroal.com Solares Glasgeländer Der Hersteller gebäudeintegrierter Solarelemente Asola aus Erfurt in Thüringen bietet mit „Vitrum Balcony“ jetzt ein Ganzglasgeländer mit integrierter Photovoltaik an. Wegen seines zeitlosen Designs harmoniert es mit moderner Architektur ebenso wie mit historischen Gebäuden. Darüber hinaus besteht ein breiter Spielraum bei der Planung – durch die individuelle Anpassbarkeit nach Kundenwunsch bis zu einer Gesamtlänge der Elemente von 2,50 Metern, die frei wählbare Zell- und Glasfarbe sowie das frei wählbare Zelllayout und die verschiedenen Designausführungen bei Handlauf und Kantenschutz. Das Ganzglasgeländer ist als System konzipiert, bestehend aus Glaselement, Befestigungsset und Elektroverkabelung. Bei den Glaselementen handelt es um „Solar VSG“, ein bauaufsichtlich zugelassenes Verbundsicherheitsglas mit Solaranteilen. Die Montage ist durch ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis zugelassen; das System ist absturzsichernd gemäß DIN 18008, mit einer Geländerhöhe von bis zu einem Meter. www.asola-tech.de Jalousiekasten für starke Dämmung Die Joma Dämmstoffwerk GmbH hat einen Jalousiekasten entwickelt, der in Fassadendämmungen ab einer Stärke von 200 Millimeter integriert werden kann. Damit ist der Jalousiekasten für den Einsatz bei Passivhäusern prädestiniert und ist vom Passivhausinstitut in Darmstadt dafür auch zertifiziert. Da sich das Element grundsätzlich in der Dämmebene befindet, entstehen praktisch kaum Wärmebrücken. Für einen optimalen Anschluss an das Fensterprofil wird die Dämmung entsprechend angepasst. Der Jalousiekasten ist der Wärmeleitstufe WLS 032 zugeordnet. Die Innenseiten sind mit Premiumplatten kaschiert, was vor Insekten und Feuchtigkeit schützt. Jedes Element wird nach Maß gefertigt, wobei stets die Angleichung an das jeweilige Fensterprofil erfolgt. Zwei integrierte Anputzleisten sorgen für einen perfekten Anschluss des Außenputzes. www.joma.de  Rollladenkästen nach Maß Rolladen Piening hat mit „Piening Components“ ein Tochterunternehmen gegründet, dessen Schwerpunkt im Unternehmensbereich Fertigrollladenkästen, Aufsatzrollladenkästen und Einzelbauteile liegt, die individuell nach Kundenwunsch gefertigt und bundesweit geliefert werden. Die Aufsatzrollladenkästen sind zudem standardmäßig höhen- und tiefenvariabel, sodass sie sich an die jeweilige Bausituation einfach anpassen lassen. Auch die gewünschten Rollläden und Antriebe sind bereits enthalten. Die Montage erfolgt durch die Fensterfirma auf das Fenster, bevor das gesamte Element vom Bauunternehmer in die Rohbauöffnung gesetzt wird. Fertigrollladenkästen werden in der Rohbauphase ohne Rollladen und Beschläge vom Rohbauunternehmer montiert, sodass Antriebsart, Panzerart und -farbe noch nach der Fenstermontage wählbar sind. www.piening-rolladen.de Kunst am Holz In ihrem Münchner Atelier 3VERK bearbeitet die norwegische Künstlerin Janka Bertelsen bereits seit über sieben Jahren die Oberfläche von Holz mit Bürsten, Messern, Schleifmaschinen oder einem Sandstrahler. Die herausgearbeiteten Strukturen gestaltet sie dann farblich oder bedruckt sie. Jetzt hat sie einen Prototyp einer Außenfassade hergestellt, bei dessen Gestaltung ein Großdruck von Treibholz aus Vancouver Island Pate stand. Bertelsen plädiert für eine Renaissance von Holz, das viel zu häufig durch Stahl und Glas oder Verbundwerkstoffe ersetzt worden sei. Da für die Verwendung im Freien eine dauerhafte und dimensionsstabile Holzart benötigt wird, aber weder Tropenholz noch Holzschutzmittel eingesetzt werden sollten, entschied sich die Künstlerin für Kebony-Holz. Das norwegische Unternehmen verwendet Kiefernarten als Ausgangsmaterialien und imprägniert diese mit einer biologischen Flüssigkeit, die die Holzzellen dauerhaft stärkt. Nach der Trocknungsphase erreicht das Holz die Eigenschaften tropischer Harthölzer. Außerdem inspirierte Bertelsen die natürliche silbergraue Patina. Die von ihr designte Fassadenbekleidung wird auf einer wie bei Holzfassaden üblichen Trägerkonstruktion befestigt; eine Installation zur Gestaltung von Freiflächen ist ebenfalls denkbar. Das Motiv ist in der Fläche skalierbar und erhält eine Oberflächenversiegelung, die selbst nach 1.000 Stunden UV-B-Bewitterung eine sehr gute Wasserabweisung besitzt. Laut diesen Laborprüfungen wird von einer Haltbarkeit der Beschichtung von mindestens zehn Jahren ausgegangen; in der Praxis sind 20 Jahre nachgewiesen. www.3verk.com

Bestand aufgewertet

Der Bestandsbau vor der Sanierung. Energetisches Niveau eines 1970er-Jahre-Baus wurde wärmebrückenfrei zeitgemäßem Standard angepasst Die Beuth-Hochschule für Technik in Berlin zählt zu den zehn größten Fachhochschulen Deutschlands. Noch bis etwa Ende dieses Jahres wird von den vier Gebäuden am Standort im Stadtteil Wedding die Fassade des 1977 errichteten Hauses „Bauwesen“ energetisch ertüchtigt. Die Sanierung erfolgt während des Lehrbetriebes. Ein dreidimensionales Unterkonstruktionssystem erlaubt eine nahezu wärmebrückenfreie Dämmung. Da die Arbeiten auch den Ersatz der Pfosten-Riegel-Fensterkonstruktionen erfordern, können die betroffenen Räume währenddessen nicht genutzt werden. Die Bauausführung an der rund 10.000 Quadratmeter großen Außenwandfläche erfolgt daher in acht Bauabschnitten. Nach dem Rückbau der ursprünglichen Faserzementplatten und einer 40 Millimeter dicken Mineralfaserdämmung wurde auf die Stahlbetonwände eine dreidimensionale und wärmebrückenfreie Unterkonstruktion montiert („Beta Universal II“, Systea Pohl). Die Basis bilden bis zu 30 Millimeter justierbare Edelstahlstäbe, die als Fest- und Gleitpunkthalter im Stahlbeton befestigt werden, um die horizontalen und vertikalen Lasten der Fassadenbekleidung aufzunehmen. Das Ergebnis nach der Sanierung. Für einen zeitgemäßen Wärmeschutz sorgen die Steinwolleplatten „Fixrock 033 VS“ von Rockwool. Um den geforderten U-Wert zu erreichen, wurden sie für dieses Bauvorhaben in der Sonderdicke von 170 Millimetern hergestellt. Die nicht brennbaren Platten (Euroklasse A1) sind sowohl diffusionsoffen als auch äußerst witterungsbeständig und umschließen die Edelstahlstäbe der Unterkonstruktion vollständig. Auf die Unterkonstruktion wurden anschließend Aluminium-Tragprofile für die Fassadenbekleidung geschoben und verschraubt. Die Fixrock 033 VS verfügt zudem über eine Kaschierung mit schwarzem Vlies auf der Sichtseite, die im Zusammenspiel mit den Schattenfugen der hellen Faserzementplatten eine feine Struktur an die Fassade zeichnet. www.rockwool.de  

Gegen Regen und Kälte

Elegante und praktische Lösungen zur Entwässerung, begehbares Fenster und Abdichtung fürs Flachdach. Kalt selbstklebende FPO-Dachbahn Mit der „Thermoplan SK 15“ und der „Thermoplan SK 18“ bringt Bauder eine kalt selbstklebende FPO-PP-Kunststoffdachbahn auf den Markt, die leicht ist und sich durchdringungsfrei und schnell verlegen lässt. Die 1,5 beziehungsweise 1,8 Millimeter starken und 1,5 Meter breiten Abdichtungsbahnen haben ein breites Einsatzspektrum vom Gewerbebau bis hin zu Terrassen und Balkonen. Durch die Sofortverklebung, die auf einfache Art und Weise eine dauerhafte Verbindung zum Untergrund sowie zu sämtlichen Anschlüssen herstellt, sind sie besonders auf aluminiumkaschierten Flachdach-PIR-Wärmedämmplatten in der Fläche, aber auch auf vorbehandelten OSB-Platten oder Blech im senkrechten Anschlussbereich geeignet. Vor allem großflächige Leichtdächer im Industrie- und Hallenbau können so wirtschaftlich abgedichtet werden. www.bauder.de Verdunstungsrinne für Parkhäuser und Tiefgaragen Die auf Entwässerungstechnik spezialisierte Aschl GmbH aus Österreich hat mit „Securin“ eine wartungsfreie Edelstahlrinne konstruiert, die die obere Dichtebene entwässert. Je nach Modell gewährleisten ein Drainagespalt oder Perforierungen für Sickerwasser eine zielgerechte Wasserabfuhr unterhalb des Bodenbelages. Das soll geschossübergreifende Bauschäden vermeiden und deren hohe Sanierungskosten ersparen. Weitere Vorteile sind die geringe Aufbauhöhe, die stufenlose Höhenjustierung sowie ein umlaufender, gelochter Anschlussflansch. Die endlos verlängerbare Modulbauweise ermöglicht einen schnellen und einfachen Einbau. Das Rinnensystem ist für die Anbindung an Kunstharz- oder Gussasphalt-Bodenbelag erhältlich. www.aschl-edelstahl.com Rigolentunnel für Wassermanagement Birco hat sein Sortiment an Regenwasser-Management-Systemen um die Rigolentunnel „von StormTech“ ergänzt. Sie bestehen aus stabilem Polypropylen- oder Polyethylen-Kunststoffspritzguss, sind in vier Bauhöhen mit unterschiedlichen Speichervolumen verfügbar und wie Tunnel geformt. Da sie unterirdisch verlegt werden, kann die Oberfläche sogar zur dauerhaften Schwerlastbefahrung (SLW60) vollständig genutzt und gestaltet werden. Die Rigolentunnel sammeln und speichern Niederschlagswasser und lassen es anschließend ins Grundwasser versickern oder leiten es gedrosselt in die Kanalisation ein. Dadurch ist das Gelände besonders bei Starkregen vor Rückstau und Überflutung geschützt. Die größte Version der von-StormTech-Tunnel speichert bei einer Kammerlänge von 2,3 Metern etwa fünf Kubikmeter Wasser. www.birco.de  Bezug zum Umfeld: Regionaltypischer Backstein prägt die Fassade des Neubaus. Das Giebeldach nimmt Bezug zur angrenzenden Bebauung. Dezente Lösung Die Kolonnade des Europäischen Hansemuseums in Lübeck wird von Schlitzrinnen entwässert, die sich gestalterisch harmonisch einfügenEuropas größtes Museum zur Geschichte der Hanse liegt im Norden der Lübecker Altstadtinsel. Das Gesamtprojekt inklusive Architekturplanung des Neubaus, Sanierung des Burgklosters und Ausstellungsgestaltung haben Andreas Heller Architects & Designers umgesetzt. Die Gebäudekubatur erinnert durch ihren monolithischen Charakter an die mittelalterliche Stadtmauer, die am Fuß des Burghügels verlief. Gleichzeitig nimmt das neue Haupthaus Bezug zur heutigen, angrenzenden Bebauung. Haupthaus und Burgkloster verbindet eine überdachte Treppe, die gleichzeitig den Zugang zum Museumsneubau bildet. Niederschlag, der am oberen offenen Ende des Aufgangs anfällt, fließt die Stufen hinab. Damit sich das Wasser nicht anstaut, war ein sicheres Entwässerungssystem für den Kolonnaden-Innenraum gefragt. Es sollte optisch in den Hintergrund treten, um die Boden- und Wandbereiche homogen zu gestalten. Die Schlitzrinnen des Typs „Lamina“ von Richard Brink erfüllten diese Anforderungen. Die insgesamt 55 verlegten Meter wurden von dem Metallwarenhersteller maßgefertigt und dabei in der Höhe dem Pflasteraufbau angepasst. Die Entwässerung umfasst zusätzlich zwei als Sonderanfertigung hergestellte Revisionskästen mit Ablaufstutzen sowie zwei Spülkästen. Einsetzbare Module mit aufschraubbaren Griffen ermöglichen das einfache Öffnen und Reinigen der Kästen sowie des Entwässerungssystems. www.richard-brink.de   Begehbares Flachdachfenster Das Flachdachfenster „DXW“ der Fakro Dachfenster GmbH ist auf Anregung von Kunden entstanden. Nachdem der Hersteller den Fenstertyp „F“ auf den Markt gebracht hatte, wollten zahlreiche Interessenten dieses flache und nahezu randlose Fenster auch in Dachterrassen integrieren. Die begehbare Variante ist jetzt mit dem DXW zunächst in acht Standardgrößen verfügbar. Das Fenster ist zum Einbau in Dachneigungen von null bis 15 Grad geeignet und verfügt über eine Niedrigenergie-Dreifachverglasung (Uw-Wert 0,70 W/m²K) mit einer rund 27 Millimeter starken Außen-Spezialverglasung inklusive Antirutsch-Ausstattung und der obligatorischen, innen liegenden VSG-Scheibe zum Innenraum. www.fakro.de

Objekte und Konzepte für Modulgebäude

Passend für jeden Anspruch: Von der Mikrowohnung bis zum Bürogebäude zum Mieten. Flexible Strukturen Ein Bürogebäude wurde von Anfang an auf Erweiterung ausgelegt Büro- und Verwaltungsgebäude sollten möglichst so konzipiert sein, dass sie jederzeit erweitert werden können. Wie prädestiniert dafür der Modulbau aufgrund seiner Flexibilität ist, demonstrierte der Generalunternehmer für Modulgebäude Säbu anhand seines eigenen Büroneubaus, eines dreigeschossigen Gebäudes mit einer Grundfläche von 2.183 Quadratmetern. Die verschiedenen Funktionsbereiche sind so angeordnet, dass sie an betriebliche Veränderungen und Bedürfnisse jederzeit angepasst werden können. Dazu gehört neben der variablen Nutzung der Räume die Option, das Gebäude später vertikal aufzustocken oder horizontal zu ergänzen. Der Bau besteht aus industriell vorgefertigten Modulen, deren Tragwerk aus einer Stahlrahmenkonstruktion besteht. Auf der Baustelle wurden sie aneinandergereiht und gestapelt und die Rahmen mit frei tragenden Wänden und Deckenelementen gefüllt. Der Vorfertigungsgrad solcher Bauten kann bis zu 90 Prozent erreichen. Auf architektonische Besonderheiten müssen Öffentlichkeit und Kunden dennoch nicht verzichten. So kennzeichnen den Verwaltungsbau Merkmale wie auskragende Kuben und ein Materialspiel aus Glas, Aluminium und Stein an der Fassade. Der Innenraum lässt sich ebenfalls variabel gestalten. In diesem Fall schaffen ein großzügiges Foyer, ein Treppenhaus mit offener Galerie und Lichtdecke, helle Büros und große Konferenz- und Schulungsräume eine angenehme Arbeitsatmosphäre. www.saebu.de   Bedarfsgerechtes Konzept Eine Wohnanlage für Asylbewerber in modularer Holzbauweise Cramo Adapteo ist in Skandinavien Marktführer bei temporären Holzgebäuden in Modulbauweise und bietet diese seit dem letzten Jahr auch in Deutschland an. Zu den aktuellen Projekten gehört ein Wohnheim für 100 Asylbewerber im hessischen Großkrotzenburg. Durch den hohen Vorfertigungsgrad war die zweigeschossige, 1.600 Quadratmeter große Unterkunft nach nur drei Monaten bezugsbereit. Eine Aufstockung um ein drittes Geschoss ist jederzeit möglich. Dafür wurde der Boden verdichtet und zusätzlich eine Gründung mit Schraubfundamenten vorgenommen. Das Gebäude wurde so geplant, dass es sowohl für kleine Familien als auch für Einzelpersonen und Großfamilien nutzbar ist. Die Bewohner sind in geräumigen Doppelzimmern untergebracht und teilen sich eine Gemeinschaftsküche mit Aufenthaltsraum. Waschautomaten und Trockner stehen in jedem Gruppenbereich zur Verfügung. Die Wohnbereiche im Erdgeschoss sind mit behindertenfreundlichen Sanitäranlagen ausgestattet. Zu den niedrigen Energiewerten, die unter denen der EnEV liegen, tragen beispielsweise dreifach verglaste Fenster, ein effizienter Sonnenschutz sowie ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung bei. Auch eine Sicherheits- und Fluchtwegbeleuchtung sowie Außenbeleuchtungen sind Teil der Ausstattung der Wohnanlage. www.cramoadapteo.de     Verhüllte Container Große Auswahl an Farben und Bekleidungen Die neueste Entwicklung von Ela Container ist ein Modul mit äußerst vielfältig gestaltbarem Äußeren. Neben der breiten Auswahl an Lackierungen aus der RAL-Palette mit rund 231 Farbtönen werden zahlreiche Bekleidungen angeboten, zum Beispiel Paneele aus unterschiedlichen Werkstoffen, darunter auch Aluminium-Wellprofile, die horizontal, vertikal oder diagonal an der Fassade montiert werden können. Ihr gewelltes Design löst die durch die standardisierte Containerform bedingte gradlinige Architektur auf und lässt eine Anlage aus Einzelmodulen als Einheit erscheinen. Im Trend liegt vor allem auch Holz. Derart bekleidete Container fügen sich harmonisch in die Landschaft ein, wie das im Park der Gärten in Bad Zwischenahn installierte Sanitärmodul zeigt. Design und Ausstattung entstanden in enger Abstimmung zwischen dem Container-Hersteller und den Verantwortlichen des Parks der Gärten, denn für die mit einer Ausstellungsfläche von etwa 140.000 Quadratmetern größte Gartenschau Deutschlands musste das „Stille Örtchen“ perfekt in die Umgebung passen. www.container.de     Trendige Minimal-Lösung Konzept für Kleinstwohnungen im Mikro-Format Ein neuer Trend im Wohnungsmarkt sind Mikrowohnungen, die Pendlern, Studenten oder für kurze Zeit an einem Ort arbeitenden Menschen ein komfortables, aber bezahlbares Zuhause bieten. Bevorzugte Standorte sind Groß- und Universitätsstädte, wo in guter Lage meist 100 bis 300 Wohnungen eine Apartmentanlage bilden. Um solche Projekte schnell und mit hoher Kostensicherheit zu errichten, hat der Modulanbieter Algeco ein passendes Konzept entwickelt. Die „Smart-Apart“-­Mikrowohnungen bieten auf einer durchschnittlichen Fläche von 20 bis 30 Quadratmetern alles, was der Mensch zum ­Leben braucht, inklusive Telekommunikation, Sicherheitstechnik und Möblierung. Nachhaltige Baustoffe wie Massivholz ­sorgen für eine ansprechende Optik und schonen die Umwelt. Das Tragwerk des Gebäudes besteht aus einzelnen quaderförmigen Stahlrahmen­konstruktionen, die Zwischenwände lassen sich frei platzieren und auch später beliebig versetzen. Bei veränderter Marktsituation verwandeln sich aufgrund der flexiblen Bauweise die Mikrowohnungen in Familienapartments oder Büroanlagen. Nicht zuletzt entsteht durch die frei gestaltbare Fassade auch ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild. www.algeco.de  Eine Alternative Individuell gestaltbare Bürogebäude gibt es jetzt in Modulbauweise zur Miete Mit dem neuen Konzept „ModuLine“ bietet Kleusberg jetzt erstmals maßgeschneiderte Büro- oder Verwaltungsgebäude in Modulbauweise an, die die Unternehmen auf Mietbasis nutzen können. Es handelt sich dabei nicht um uniforme Gebäude von der Stange. Zwar folgt die Bauweise einem Grundraster, doch Architekten bleiben gestalterische Spielräume erhalten. Neben einer frei wählbaren Größe und Geschosszahl kann das äußere Erscheinungsbild aufgrund verschiedener Angebote für die Fassade dem Corporate Design angepasst werden. Um die individuellen Anforderungen der Nutzer realisieren zu können, erlaubt das Konzept zudem variable Grundrisse. Das Spektrum reicht von offenen, lichtdurchfluteten Lösungen nach dem Open-Space-Prinzip bis zu geschlossenen Strukturen mit Einzelbüros. Für die Räume wird außerdem eine stilvolle Ausstattung mit Möbeln von Vitra angeboten. Am Ende der Mietzeit kann der Mieter entscheiden, ob er das Gebäude an Kleusberg zurückgibt, es weiter mietet oder selbst übernimmt. Die Verlegung an einen anderen Standort ist ebenfalls möglich, womit der Nachfrage der Wirtschaft nach schneller und kostengünstiger Anpassung an veränderte Marktbedingungen Rechnung getragen wird. www.kleusberg.de     Kaffeebraun, Orange und Gold Die Verwaltungszentrale einer Kaffeerösterei spiegelt ihre Corporate Identity wider Die hanseatische Großrösterei J.J. Darboven erweiterte ihre Verwaltungszentrale. Mit einer Bauzeit von lediglich zwölf Wochen vor Ort war der Terminplan dafür selbst für den Modulbauer Alho, der den Auftrag dafür erhielt, sehr ambitioniert. Hinzu kamen einige Besonderheiten, die den Planungsaufwand deutlich erhöhten. Neben einem umfangreichen Raumprogramm galt es, die bauliche Anbindung an das Bestandsgebäude mit differierenden Geschosshöhen zu lösen und zwischenzeitliche Änderungswünsche des Bauherrn zu berücksichtigen. Zusätzlich erschwerten der Baugrund und Versorgungsleitungen auf dem Gelände die Arbeiten. Eine Gründung auf Bohrpfählen und eine gasdichte Bodenplatte waren nötig. Durch die Zusammenarbeit aller am Bau Beteiligten sowie die schnell realisierbare Modulbauweise konnte der eng gesteckte Terminplan dennoch eingehalten werden. Die Modulbauweise beruht auf einer orthogonalen Rasterung, entstanden aus einzelnen Raummodulen. Entwurfsarchitekt Andreas Haus aus Herborn meint dazu: „Dennoch schränkt diese Art zu entwerfen und zu bauen den Gestalter nicht ein.“ Jedes Modul besitzt eine frei tragende, in sich statisch stabile Stahlskelettstruktur, die mit Böden, Decken und Wänden in Leichtbauweise komplettiert wird. Dadurch ist eine hohe Flexibilität gegeben. Das äußere Erscheinungsbild prägen die traditionsreichen Hausfarben Kaffeebraun, Orange und Gold von Darboven. Kaffeebraun bildet die Grundfarbe der Fassade, die mit Aluminium-Kassetten bekleidet ist. Orange markiert den Eingang, der zusätzlich durch einen vorgesetzten Portalrahmen hervorgehoben wird, und goldfarben sind die Fensterlaibungen eingefasst. www.alho.de

Neues für Schallschutz und Akustik

Feinste Gewebe, starke Platten, farbige Absorber, lärmschluckende Wand. Multifunktionale Deckenplatten Die aus Holz hergestellten Deckenelemente „silence12“ des Schweizer Unternehmens Lignatur sollen mit einer maximalen Brandschutzklasse REI 90 höchste Anforderungen an den Brandschutz mit Schallschutz und Akustik in einem Produkt vereinen. Integrierte Tiefton-Tilger dämpfen Körperschallschwingungen im Tieftonbereich und minimieren so die Übertragung von Gehgeräuschen ohne zusätzliche Unterdecke. Für eine optimale Schallabsorption und optimale Nachhallzeiten erhält die Unterseite bereits im Werk eine dynamische Perforation. Diese fungiert als Absorber und ermöglicht gemessene Schallabsorptionsgrade von bis zu 0,9. Außerdem sind in die auf Maß gefertigten Elemente bei Anlieferung auf der Baustelle sämtliche Wärme- und Fugendämmungen, Luftdichtungsbänder sowie vorbereitete Auswechslungen, Durchbrüche und Installationskanäle integriert. www.lignatur.ch  Leistungsfähige Lärmschutzwand Die MPA Dresden erhielt von der Technologieförderung des Bundes den Auftrag, eine Lärmschutzwand für die Deutsche Bahn zu entwickeln, da die bisher eingesetzten Wände nicht den gewünschten Schallschutz erbrachten. Außerdem traten vor allem an den Hochgeschwindigkeitsstrecken massive Schäden auf. Jetzt hat die MPA Dresden „Noisephalanx“ vorgestellt – eine modulare Lärmschutzwand, bei der spezielle stranggepresste Aluminiumprofile mit einem Absorber gefüllt und vorderseitig entweder mit Lochblech oder mit Streckmetall versehen werden. Die Entwicklung enthält auch eine völlig neuartige EPDM-(Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk-)Lagerung des Paneels im Pfosten. Die Lagerung hat in einem dynamischen Großversuch fünf Millionen Lastwechsel ohne erkennbare Schäden absolviert. Das entspricht der Menge von Zugpassagen mit 300 km/h, die im Laufe von 50 Jahren möglich wären. Während dieser langen prognostizierten Lebensdauer ist die Lärmschutzwand nahezu wartungsfrei. Die MPA Dresden GmbH fungiert hier als Lizenzgeber. www.noise-phalanx.de  Schallschluckende Metallgewebe Die Metallgewebedecken „Silentmesh“ der Gebr. Kufferath AG (GKD) verbinden Ästhetik mit akustischem Komfort. Wahlweise mit hochwirksamer Schallabsorptionsmatte oder Akustikvlies ausgestattet, reduzieren die mit Edelstahl- oder Aluminiumgewebe erhältlichen Platten den Nachhall und verbessern die Sprachverständlichkeit. Der Gewebetyp „Atlantic Glow“ optimiert darüber hinaus die Ausleuchtung in Büros. Die zusammen mit dem Lichtplanungsbüro Bartenbach entwickelte Lösung lenkt das von den Sonnenschutzlamellen an die Decke reflektierte Licht weiter und schafft so tageslichtdurchflutete Räume. Durch seine außergewöhnliche Optik – silbrig glänzend oder in sanften Champagnertönen eloxiert – verleiht das Gewebe jedem Raum zudem eine unverwechselbare Identität. www.gkd.de  Attraktive Wandabsorber Aufgrund der Vielfalt an Formen, Formaten und Oberflächen lassen sich Wände mit „Akusto One“ von Ecophon ganz unterschiedlich dekorieren. Diese Flexibilität wird zusätzlich durch drei mögliche Befestigungsarten erhöht. Die Profil-Lösung empfiehlt sich, wenn mehrere der rahmenlosen Elemente auf gleicher Höhe montiert werden sollen. Bei der Punktbefestigung wird ein optisch ansprechender Metallstift durch das Material geführt und arretiert. Alternativ sind Wandhaken zum Einklicken verfügbar. Die Absorber bestehen aus Glaswolle, für die recyceltes Glas und statt Formaldehyd ein pflanzenbasiertes Bindemittel eingesetzt wird. www.ecophon.de

Sonnenschutz inklusive

Eine spezielle Farbe und ein neuer Raffstorekasten ­verhindern, dass sich die WDVS-Fassaden und die Innenräume eines Weingutes zu stark aufheizen. Die beiden dunkelgrauen, etwa 100 Meter langen Baukörper des Weingutes Schneider in Ellerstadt bei Ludwigshafen flankieren ein Herrenhaus mit Satteldach, den Wohnsitz der Winzerfamilie. Das Ensemble fügt sich harmonisch in die hügelige Weinberglandschaft der Pfalz ein. Zur Farbe der Gebäude hatte Prof. Gräf Architekten aus Kaiserslautern der sich im Hintergrund grau abzeichnende Höhenzug der Haardt inspiriert. In einem Gebäude ist die Produktion untergebracht, das andere dient als Lagerhalle. Ergänzt wird die Anlage durch ein frei stehendes Loft: einen lang gestreckten, 230 Quadratmeter großen Verkostungsraum. Ihn dominiert eine über 20 Meter lange Holztafel, an der 54 Gäste Platz finden. Das Loft: Der lang gestreckte, 230 Quadratmeter große Verkostungsraum, den eine über 20 Meter lange Holztafel dominiert, bietet 54 Gästen Platz. Gedämmt wurden die Gebäude mit „Qju“ von Brillux. Das Wärmedämmverbund-System (WDVS) auf Klebeschaum-Basis zeichnet sich durch eine versatzfreie Verlegung auch unterschiedlich dicker Platten aus, um beispielsweise Unebenheiten des Untergrundes auszugleichen. Dadurch konnte auch das aufwendige Detail einer Schattenfuge, die die Architekten statt eines Sockels an dem frei stehenden Gebäude planten, perfekt ausgeführt werden. Der Baukörper scheint so leicht über der Erde zu schweben. Um den dunklen Farbton zu realisieren, kam die Fassadenfarbe „Evocryl 200“ mit TSR-Formel zum Einsatz. Die TSR-Formel Solreflex bewirkt mithilfe spezieller Rezepturen, dass sich die Oberfläche durch Sonneneinstrahlung weniger aufheizt und sich somit ein größerer Spielraum für dunkle Farben auf WDVS ergibt. Um Sonnenschutz einfach und schnell direkt in die gedämmte Fassade zu integrieren, wurde bei diesem Objekt zugleich der neue WDVS-Raffstorekasten des Herstellers eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein montagefertiges Kastenelement aus EPS oder Mineralwolle mit eingebauter Stromanschlussdose sowie Abschlussprofil mit Tropfkante und Gewebestreifen, das es ermöglicht, Sonnenschutz und Beschattungsanlagen oberhalb der Rohbauöffnung in die Dämmung zu integrieren und den Systemanschluss erheblich zu erleichtern. www.brillux.de

Vielseitig und leicht

Ein neues Überdachungssystem lässt sich variabel konfigurieren und in Eigenregie installieren.  Im Innenhof des Frankfurter Thurn-und-Taxis-Palais ist seit März dieses Jahres die deutschlandweit erste Installation des modularen Überdachungssystems „Tensilation“ von MDT-tex erlebbar. Sie erfolgte anlässlich des Lichtkunst-Festivals „Luminale“ und wurde währenddessen mit einer Lichtinszenierung und darauf abgestimmter Musik von Laurenz Theinert bespielt. Viele Besucher, die den Durchgang auf dem Weg zur Zeil-Galerie nutzten, lud diese Atmosphäre zum Verweilen ein. Heute profitieren von der unter den insgesamt 18 Schirmen erzeugten Stimmung sowie dem damit verbundenen Sonnen- und Regenschutz die Gäste des Restaurants Frohsein. MDT-tex hat das Überdachungssystem mit Grimshaw Architects, London, entwickelt und als maßgebliche Kriterien hierfür Design und Funktionalität definiert. Tensilation ist modular aufgebaut. Die Basis bilden quadratische und rautenförmige Elemente, die sich zu zahllosen Mustern konfigurieren lassen. Diese hohe Flexibilität erlaubt die Überdachung nicht nur kleiner und großer Flächen, sondern auch unüblicher Plätze, wie Gehwege. Aufgrund der Tulpenform der Schirme entstehen gleichzeitig raumbildende dreidimensionale Strukturen. So eignet sich das System für längerfristige Lösungen gut, denn es fügt sich in die Umgebung ein. Bei temporären Events erweist sich darüber hinaus das leichte Gewicht als Vorteil. Bei einer Höhe von fast vier Metern wiegt jedes Element nur knapp 30 Kilogramm, sodass ein effizienter Auf- und Abbau gewährleistet ist. Mit eigens entworfenen Tragetaschen können die Schirme auch leicht transportiert und gelagert werden. Die Schirme sind über Knotenpunkte an den Tragarmen statisch untereinander verbunden, wobei textile Verbindungsstücke den Wetterschutz sichern. Sie können in fest stehende Bodenverankerungen oder passende Bodenelemente eingelassen werden, die einen Höhenausgleich von bis zu 80 Zentimetern erlauben. Wesentlich ist zudem, dass Tensilation in unterschiedlichen Stoffqualitäten realisierbar ist – von transluzenten bis hin zu schweren PTFE-Geweben, die alle aus eigener Herstellung stammen. Die PTFE-Gewebe zeichnen sich durch besondere Eigenschaften aus, wie höchste UV-Beständigkeit, einhundertprozentige Wasserdichtigkeit, Knickbeständigkeit, Farbechtheit und Reißfestigkeit und verfügt außerdem über einen Selbstreinigungseffekt. www.mdt-tex.com

Fassaden und Sonnenschutz

Neue Systeme und Baustoffe für die Außenwand und intelligente Lösungen zur Verschattung. Funktional, aber ästhetisch Profilbauglas mit transluzenter Wärmedämmung gliedert die Fassade großer Produktionshallen und leitet zudem Tageslicht ins Innere In der Profilglasfassade des Produktionsstandortes von Hawe Hydraulik in Kaufbeuren wurden 3.000 Quadratmeter der transluzenten Wärmedämmung „TIMax GL-Plus F“ der Herforder Wacotech verbaut. Geplant haben das mit rund 100 Millionen Euro bislang größte Investitionsprojekt des Unternehmens die Architekten Barkow Leibinger aus Berlin. Vier Produktionshallen legen sich wie Windmühlenflügel um einen zentralen Innenhof. So entsteht trotz der enormen Größe des Werks mit einer Fläche von knapp 50.000 Quadratmetern eine aufgelockerte Gebäudestruktur. Unterstützt wird die Auflösung des großen Bauvolumens durch Shed-­Dächer. Ihre Geometrie setzt sich in den Fassaden aus polygonal zugeschnittenen Feldern aus Trapezblech, Glas und Profilbauglas fort. Barkow Leibinger entschieden sich für das Profilbauglas mit der integrierten transluzenten Wärmedämmung, weil diese Materialkombination diffuses Licht in die Produktionshallen leitet und kostengünstig ist. Das transluzente Glasgespinst erzielt einen Wärmedurchgangskoeffizienten von Ug = 1,2 W/(m²K) und einen Sonnenschutz mit g = 0,25. Mit dem System „Ug 0,8“ ist sogar ein Ug-Wert von 0,79 W/(m2K) zu erzielen. Statt eines teuren außen liegenden Sonnenschutzes, der ebenfalls ein großer Kostenfaktor gewesen wäre, wurde an der inneren Glasscheibe der Südfassade die Sonnenschutzeinlage „TIMax LT“ des Herstellers verklebt. Dadurch reduziert sich der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) für die direkte Solarstrahlung der Profilglasfassade auf 0,22. Außerdem erzeugt das Gewebe eine gleichmäßige, stoffähnliche Optik auf der Innenseite der Fassade. www.wacotech.de  Aluminium-HolzFassade Kneer-Südfenster hat mit den Systemen „AHF 95 ART“ und „AHF 115 ART“ jetzt auch eine Pfosten-Riegel-Konstruktion im Aluminium-Holz-Segment im Programm. Damit lassen sich bis zu sechs Meter hohe Glasfassaden in einem filigranen, puristischen Design gestalten. Die moderne, kantige Optik wird durch die leicht abgeschrägte Aluminium-Schale erzeugt. Deren Farbgebung ist in allen RAL-Farben und zusätzlichen Effektfarbtönen möglich; für den Innenbereich stehen elf Holzarten sowie eine Reihe verschiedener Farbvarianten zur Wahl. Die Bauelemente werden jeweils individuell nach Kundenwunsch gefertigt. Neben einem hochwertigen Wärme-, Schall- und Brandschutz ist die Konstruktion auf Emissionen geprüft und daher für wohngesunde Bauprojekte prädestiniert. www.kneer-suedfenster.de  Quarzverblender im Langformat Die Emsländer Baustoffwerke haben einen Quarzverblender im Langformat aus Kalksandstein auf den Markt gebracht, der schon allein aufgrund seiner Abmessungen – 490 Millimeter lang und 52 Millimeter hoch – Fassaden eine exklusive, puristische Optik verleiht. Das Sichtmauerwerk wird aufgrund des schmalen Formates horizontal betont; gleichzeitig erfolgt eine dezente Auflockerung der Fläche durch den Fugenverlauf. Die bruchraue Oberfläche mit ihrem leicht rustikalen Charakter vervollkommnt diesen Eindruck. Um das Fassadenbild dauerhaft zu erhalten, sind die Steine werkseitig mit einer speziellen Imprägnierung versehen, deren Wirksamkeit der Hersteller für zehn Jahre garantiert. www.emslaender.de  Optimierte Decken­randelemente Die Unipor-Ziegel-Gruppe bietet jetzt ­Deckenrandelemente als Systemlösung an: Bestehend aus einer außen liegenden Ziegelschale und zwei Dämm-Komponenten aus Neopor vermindern sie Wärmebrücken und ermöglichen mit einem Wärmedurchgangskoeffizienten von maximal 0,06 W/(mK) eine spezifische Berechnung der Wärmebrücke nach DIN 4108, Beiblatt 2. Das Angebot umfasst Elemente in verschiedenen Dämmstärken (10/12/14/16 Zentimeter) entsprechend der jeweiligen Wandstärke sowie in vier Deckenstärken (18/20/22/24 Zentimeter). Die erreichte Auflagertiefe von mindestens zwei Dritteln begünstigt die Statik des Gebäudes und ist zudem konform zu den Parametern nach Eurocode 6. www.unipor.de

Ohne Barrieren

Die neuen Produkte für barrierefreie Lösungen vereinen Funktion mit ansprechendem Design. Schwellenloser ­Übergang Die Null-Millimeter-Schwelle „Raucero“ ist eine barrierefreie Lösung, die praktisch komplett im Boden verschwindet. Für das in den Boden zu integrierende Bauteil setzt Hersteller Rehau ein Mehrkammerprofil mit eingebauter Drainagerinne inklusive Folienanschluss ein, die zur Reinigung einfach und ohne Werkzeug entnommen werden kann. Bei geschlossener Tür ist die Rinne unsichtbar, was eine ästhetisch ansprechende Ansicht bewirkt. Das Dichtungskonzept ist so konzipiert, dass das System trotz bodengleichen Übergangs von innen nach außen allen Anforderungen der Schlagregendichtheit entspricht. www.rehau.com Leicht laufende ­Schiebetüren ABP-Beyerle bietet ein umfangreiches Sortiment von designorientierten Lösungen für die barrierefreie Raumgestaltung. Das Angebot umfasst auch Schiebetüren, die sich jetzt noch leichter bedienen lassen. Dafür hat der Hersteller für die Laufwagen eine Technik mit reduziertem Rollwiderstand und hoher Laufruhe entwickelt, die bei einem Türgewicht von 100 Kilogramm eine Anschubkraft von nur 19 Newton erfordert. Damit sind die Vorgaben zum barrierefreien Bauen für öffentlich zugängliche Gebäude und Wohnungen nach der DIN 18040 Teil 1 und 2 deutlich erfüllt. Die Norm fordert für das Öffnen und Schließen von Türen einen Kraftaufwand bis maximal 25 Newton. Passend zu den Schiebetüren sind vor­gefertigte modulare Bodenrollensysteme verfügbar, deren Bodenschienen unge­hindert überfahren werden können. ­Möglich macht das ein in der Mitte lediglich sechs Millimeter hohes und an den Seiten auf null auslaufendes bogenförmiges Segment. www.abp-beyerle.de Einbruchschutz an ­barrierefreien Fenstern Winkhaus hat sein modulares Beschlagsystem „Activpilot Comfort PAD“ um eine Lösung erweitert, die barrierefreien Wohnkomfort und Einbruchschutz verbindet. Ein damit ausgestattetes Fenster verfügt über einen niedrig angeordneten Griff, der auch aus sitzender Position gut erreicht werden kann. Ohne großen Kraftaufwand lässt sich damit der Fensterflügel leicht öffnen und schließen oder in die Lüftungsposition bringen. Dabei stellt sich der Flügel mit einem Abstand von sechs Millimetern parallel vom Rahmen ab, sodass ein umlaufender Spalt entsteht. Dadurch behält das Fenster sogar im Lüftungsmodus seine einbruchhemmenden Eigenschaften (bis RC2) bei. www.winkhaus.de