Vielversprechendes für Außenwände

Ziegel für bis zu neun Geschosse, Vorspannung statt Stahlverstärkung für ein Pfosten-Riegel-System, ein Wärmedämmverbund-System, das wiederverwendbar ist und vieles mehr. Fassaden-System erweitert Mit dem Fassadensystem „FWS 60 CV“ von Schüco sind jetzt auch geschosshohe, profilintegrierte Drehflügel bis zu einer Elementhöhe von 3,20 Metern möglich. Ein verrolltes Verbundprofil sorgt hier für die erforderliche Statik. Weiterhin werden profilintegrierte Ober- und Unterlichter in das Systemportfolio aufgenommen und außerdem lässt sich der im Profil eingebaute mechatronische Beschlag „TipTronic“ demnächst in als Dreh-Kipp- und Kippflügel ausgeführte Elemente sowie in die neuen Ober- und Unterlichter einsetzen. Die mechatronisch angesteuerten Flügel können außerdem zur automatischen Lüftungssteuerung verwendet werden. So kann beispielsweise im Sommer die Kühllast eines Gebäudes durch Nachtaus­kühlung reduziert werden. Um tagsüber den für die Klimatisierung benötigten Energieverbrauch zu senken, hat Schüco optisch zurückhaltende Sonnenschutzbolzen entwickelt, die – einsetzbar für Festfelder, Öffnungselemente sowie Ober- und Unterlichter – eine flexible Anbindung von Sonnenschutzsystemen ­ermöglichen. www.schueco.de Ästhetischer Beschlag für Aluminium-Fenster Der Beschlag „Alu axxentplus“ von Siegenia eignet sich aufgrund seiner verdeckt liegenden Optik vor allem für Gebäude mit gehobenem architektonischem Anspruch und verbindet diesen mit einer hohen Tragfähigkeit von maximal 150 Kilogramm. Damit lassen sich Flügelhöhen von bis zu 3.000 Millimetern ohne kostspielige Zusatzbauteile realisieren. Bei dem Beschlag handelt es sich um ein baukastenartig aufgebautes System, das sich unterschiedlichsten Nutzeranforderungen anpassen lässt. Hierzu zählen die fast uneingeschränkte Freiheit bei der farblichen Gestaltung des Fensters, die mögliche Kombination mit dem bedienfreundlichen Designhebel „Alu globe RR“ oder die Integration in Raumlüftungskonzepte. Der Alu axxentplus ist als Dreh-Kipp- und TBT-Beschlag (Kipp-vor-Dreh) sowie als reiner Dreh- oder Kippbeschlag erhältlich. www.siegenia.com Vorspannung statt Stahlverstärkung Das Pfosten-Riegel-Fassadensystem „C 50“ von Heroal bietet jetzt noch mehr Gestaltungsfreiraum. Bei einer Profilansichtsbreite von weiterhin 50 Millimetern kann die Konstruktion deutlich höhere Glaslasten sowie sogenannte schwimmende Fenster, Sonnenschutzlösungen und Lüftungsklappen aufnehmen. Möglich wird das mithilfe eines Riegel-Spann-Systems, das innerhalb des Profils angeordnet wird und eine Vorspannung aufbaut, die den zu erwartenden Lasten entgegenwirkt und das Profil aussteift. Die üblichen Stahlverstärkungen werden daher nicht benötigt; die Spannvorrichtung ist zudem unsichtbar. Die Vorspannung des Profils kann individuell auf die zu erwartenden Nutz- und Gebrauchslasten eingestellt werden. Zusätzlich lassen sich durch den Einsatz von Schwerlastträgern die Glasgewichte nochmals erhöhen. Damit können bis zu 800 Kilogramm in einer 50-Millimeter-Konstruktion abgetragen werden. www.heroal.de Aluminium-Paneele neu interpretiert Mit „Siding X“ setzt Prefa auf Individualität bei Aluminium-Fassaden. Die Paneele sind durch ­eine besondere Längs- und Querkantung sowie eine einzigartige Oberflächengestaltung gekennzeichnet. Durch die Kombination der verschiedenen Baubreiten (200, 300 und 400 Millimeter) und -längen (500 bis 2.500 Millimeter) sowie die Wahl zwischen horizontaler und verti­kaler Verlegung mit Schattenfuge ergeben sich zahllose Gestaltungsoptionen, deren Design je nach Lichteinfall unterschiedlich anmutet. Somit ist jede Siding-X-Fassade ein Unikat. Das Produkt wird in 21 Standardfarben angeboten. www.prefa.de Aufsatzkasten mit Lüftung Seit Beck+Heun vor 17 Jahren den Aufsatzkasten „Roka-Top 2“ auf den Markt gebracht hat, wurde das Modell kontinuierlich zu einer Serie mit inzwischen 130 Standard-Kastentypen ausgebaut. Obwohl diese Variantenvielfalt nahezu jede Einbausituation abdeckt, werden Aufsatzkästen auch nach den Anforderungen von Architekten und Verarbeitern entwickelt. Aktuellstes Beispiel hierfür sind die Aufsatzkästen „Roka-Top 2 Airfox S“ mit integriertem, dezentralem Lüftungssystem zur Erfüllung der DIN 1946-6. Dabei handelt es sich um Spezialausführungen des raumseitig geschlossenen Rollladenkastens „Roka-Top 2 RG“ und des Raffstorekastens „Roka-Top 2 Shadow“. Als Lüftung werden die Systeme der Eigenmarke „Airfox“ eingesetzt, die 91 Prozent der Raumwärme zurückgewinnen können. Sie werden wahlweise seitlich oder oberhalb des Kastens integriert. Somit besteht entweder die Möglichkeit, die gewohnte Höhe des Kastens beizubehalten oder einen in der Breite begrenzten Einbauraum zu nutzen. Die Lüftungs-Kassette ist nahezu unsichtbar; der Luftauslass ist dezent in den Außenschenkel integriert. www.beck-heun.de Große Formate angesagt Aufgrund des hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum rückt Xella das serielle Bauen als wirtschaftliche Lösung in den Fokus. Aus dem Portfolio des Baustoff-Herstellers kommen dafür vor allem die System- und Trennwandelemente sowie die Jumbo-Steine aus Porenbeton der Marke Ytong infrage. Die Bausysteme sind für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie für den Mehrgeschossbau konzipiert und ermöglichen aufgrund der großen Formate kurze Bauzeiten. Der „Jumbo im Doppelpack“ bietet sich vor allem dann an, wenn Mehrfamilienhäuser in kurzer Zeit wirtschaftlich erstellt werden sollen. Er kann sowohl für die Ausbildung von tragenden und nicht tragenden Innen- und Außenwänden als auch für Kellerwände sowie zur Ausfachung von Skelettbauten oder zum Bau von Brandwänden eingesetzt werden. Hierfür werden zwei Jumbo-Planelemente gleichzeitig von einem Zwei-Mann-Team mit Minikran und einem eigens für das System entwickelten Greifer vermauert. Mit einem Kranhub entstehen so 1,20 Meter Mauerwerk in einer Schichthöhe von 499 beziehungsweise 624 Millimetern. www.xella.de Mineralwolle-Brandriegel für hinterlüftete Fassaden Gemäß Musterbauordnung sind bei hinterlüfteten Außenwandkonstruktionen mit geschossübergreifenden Hohl- oder Lufträumen besondere Vorkehrungen gegen die Ausbreitung von Feuer zu treffen. Für die Ausbildung solcher Brandsperren bietet Rockwool jetzt das „Fixrock BWM Brandriegel Kit“ an. Es ermöglicht, Fassadendämmung und Brandsperren homogen und wärmebrückenfrei aus nicht brennbarer Steinwolle zu realisieren. In der Regel erfolgt die Ausbildung solcher Brandsperren mit Konstruktionen aus Stahlblech. Das Fixrock-BWM-Brandriegel-Kit besteht aus zwei miteinander verklebten Dämmstoffplatten mit unterschiedlicher Rohdichte und einem darauf abgestimmten Abstandhalter. Der Brandriegel besitzt die Brandschutzklassifizierung A2-s1, d0, ist in verschiedenen Varianten (S, M, L und XL) lieferbar und wird einfach zwischen die montierte Flächendämmung gedrückt und durch entsprechende Klemmwirkung und Reibungskräfte in seiner ­Position stabil gehalten. Die Anwendung ist zugelassen für eine umgebende Flächendämmung, die eine Rohdichte von 40 kg/m³ oder mehr besitzt. Auf seiner Web­site stellt der Hersteller eine Broschüre, ein Verarbeitungsvideo und weitere Unterlagen zur Verfügung. www.rockwool.de Wiederverwendbares WDVS Das Institut für Architekturtechnologie der Technischen Universität Graz und die Forschungsabteilung von Sto haben ein recycelfähiges Fassadendämmsystem entwickelt. Das Forschungsprojekt erstreckte sich über vier Jahre. Bereits 2015 wurde die Produkt-Studie mit dem europäischen „Baustoff-Recycling-Award 2015“ ausgezeichnet und in die Top 10 der Kategorie „Bauen & Wohnen“ bei den GreenTec Awards 2016 gewählt. Die Produkt-Studie diente als Grundlage für das auf der Messe BAU vorgestellte System „StoSystain R“, das mithilfe einer innovativen Klett-Technologie einfach rückgebaut, nahezu sortenrein getrennt und größtenteils wiederverwendet werden kann. Hierbei wird über dem frei wählbaren Dämmstoff eine Trägerplatte aus recyceltem Altglas mit dem Klettverschluss fixiert und anschließend fugenlos verputzt. StoSystain R wird in diesem Jahr bei mehreren Pilotvorhaben auf Baustellen in Deutschland und Österreich dem Praxistest unterzogen. www.sto.de Reduzierter Lambda-Wert bei Glaswolle Mit „Kontur FSP 1 Excellence“ bringt Saint Gobain Isover eine Dämmplatte aus Glaswolle für vorgehängte hinterlüftete Fassaden und zweischaliges Mauerwerk mit deutlich reduzierter Wärmeleitfähigkeit auf den Markt. Statt des üblichen Lambda-Nennwertes von D = 0,035 W/(m·K) bietet die neue Dämmplatte eine Wärmeleitfähigkeit von Verankertes ObjektD = 0,030 W/(m·K), der Bemessungswert beträgt Verankertes Objekt = 0,031 W/(m·K). Damit ist die für Mineralwolle bestmögliche Wärmeleitfähigkeit erreicht. Bei gleichbleibender Konstruktion lässt sich daher die Dämmwirkung deutlich erhöhen oder die Dämmstoffstärke reduzieren. www.isover.de Ziegel für bis zu neun Geschosse Schlagmann Poroton hat mit dem „S9“ nach eigener Angabe den derzeit stabilsten perlitgefüllten Ziegel für den mehrgeschossigen Wohnungsbau auf den Markt gebracht. Für den Poroton S9 wurde ein neues Lochbild entwickelt, das die Tragfähigkeit im Vergleich zu bisherigen Objektziegeln um fast 50 Prozent erhöht. Gebäude mit bis zu neun Stockwerken lassen sich damit in monolithischer Bauweise realisieren. Mit seiner hohen Druckfestigkeitsklasse 12 sowie einer Mauerwerksdruckfestigkeit fk nach DIN EN 1996 (EC6) von 5,3 MN/m² würde der Ziegel sogar einer Belastung von bis zu 530 Tonnen auf einem Quadratmeter Wand standhalten. Es wird eine Wärmeleitzahl von 0,09 W/mK erreicht, die je nach Wanddicke von 42,5 oder 36,5 Zentimetern U-Werte der verputzten Außenwand von 0,20 beziehungsweise 0,23 W/m2K ermöglicht. Das korrigierte, bewertete Schalldämmmaß beträgt bei einer Wanddicke von 36,5 Zentimetern 50 Dezibel. www.schlagmann.de Trennwand-System im Baukastenformat Das Glastrennwand-System „Uniquin“ von Dormakaba umfasst im Design aufeinander abgestimmte, frei kombinierbare Komponenten: von Drehflügeltüren und Schiebetüren in Standard- oder Raumhöhe bis hin zu Bereichen mit besonderen Sicherheitsanforderungen hinsichtlich der Zutrittskontrolle. Das Aluminiumprofil erlaubt die Aufnahme von unterschiedlichen Glasarten (ESG und VSG) bis 20 Millimeter Dicke. Es ist zudem standardmäßig für die Elektrifizierung mit eventuell gewünschten Funktionselementen ausgerüstet. Mithilfe eines zusätzlichen Profils lassen sich Steckdosen und Schalter dort positionieren, wo sie benötigt werden. Uniquin bietet auch Akustikelemente mit einem Schallschutz von bis zu 40 Dezibel, und mit dem Einbau eines Paniktürbeschlags werden die Anforderungen an die Fluchtwegsicherung erfüllt. www.dormakaba.com

Operationssaal der Zukunft

Schwergewichte: Das bodenstehende Gerät der biplanen Angiografieanlage in der Düssel­dorfer Uniklinik wiegt 700 Kilogramm, das Gerät an der Decke wiegt 800 Kilogramm. Der Hybrid-OP in Modulbauweise erfüllt den hohen Anspruch modernster Hightech-Medizin. Die innovativste Entwicklung der auf medizinische Gebäude in Modulbauweise spezialisierten Cadolto Fertiggebäude GmbH & Co. KG ist der Hybrid-OP. In den in Kooperation mit Siemens Healthcare, Maquet, Trumpf und Philips entwickelten Modulen wurde die Chirurgie mit der bildgebenden OP-Technik zusammengeführt. Kliniken, die diese Methode einführen wollen, sahen sich bisher vor schwierige bauliche und planerische Probleme gestellt, denn mit dem Einbau neuer Geräte ist es nicht getan. Die sehr präzisen Eingriffe erfordern eine hervorragende und detailgetreue Bildqualität, da der Chirurg sich ausschließlich über den Bildschirm orientieren kann. Demzufolge sind die Geräte entsprechend groß und bringen hohe Lasten mit sich. Das bedeutet, dass der Raumbedarf deutlich steigt. Klinikbetreiber erwartet dann meist eine langwierige Projektplanung, für die interdisziplinäre Teams zusammengestellt werden müssen. Mit dem Hybrid-OP verkürzt sich dieser Prozess erheblich. Bereits im Werk werden auf Grundlage der jeweiligen baulichen Gegebenheiten die technische Vorrüstung und die bauliche Ausstattung in Modulbauweise komplettiert. Der hohe Vorfertigungsgrad von bis zu 95 Prozent ermöglicht eine Bauzeit von lediglich bis zu fünf Monaten, ab Bestellung einschließlich Planung. Baulich flexibel: Die Raummodule des Hybrid-OP eignen sich für den Neubau sowie als Anbau oder Aufstockung auch für das Bauen im Bestand. Während traditionelle Operationssäle zwischen 36 und 56 Quadratmeter groß sind, erfordert der Hybrid-OP Flächen von mindestens 72 bis 90 Quadratmetern. Damit entstehen Räume von neun mal zehn Metern mit entsprechend großen Spannweiten, die sich in die baulichen Raster bestehender Kliniken schwer integrieren lassen. Gleichzeitig verlangen die bildgebenden Geräte Tragkonstruktionen mit höchster Präzision und Steifigkeit bei erheblichen dynamischen Lasten. Cadolto hat deshalb zusammen mit den führenden Medizintechnikherstellern für den Boden sowie für die Decken Konstruktionen entwickelt, die auch bei Spannweiten bis zu zehn Metern diese Anforderungen erfüllen und so die einwandfreie Funktion sicherstellen. Die Gestaltung der Grundrisse bleibt flexibel, sodass die Ausstattung des Operationssaals zukünftigen Medizintechniken angepasst werden kann. Ein detaillierteres Bild dieses speziellen Modulsystems bietet der voll ausgestattete Hybrid-OP-Showroom auf dem Firmengelände des Unternehmens. www.cadolto.com

Präsentabler Auftritt

Die Messecontainer bieten viel gestalterischen Spielraum, wie diese Beispiele zeigen. Die Container von Ela werden kontinuierlich weiterentwickelt, und das seit nunmehr über 40 Jahren. Trotz ihrer standardisierten Maße bleibt die Bauweise flexibel und lässt sich auftragsbezogen individualisieren. Seit Neuestem werden in Zusammenarbeit mit Kunden, Architekten und Messebauern auch Lösungen für die Produktshow von Unternehmen in Hallen oder im Freien entworfen. Ein aktuelles Beispiel ist der Messepavillon der Firma Wiedemann enviro tec (Foto rechts). Der Hersteller für Kanalreinigungsfahrzeuge präsentierte sich auf der Messe für Umwelttechnologie IFAT in München mit einer Lösung aus sechs Raummodulen. Die zum Teil zweistöckige Anlage bot eine Fläche von 108 Quadratmetern und zusätzlich eine 80 Quadratmeter große Dach­terrasse, von der aus Besucher einen Überblick über das weitläufige Gelände ­gewinnen konnten. Durch die beiden komplett verglasten Längsseiten konnten Interessenten zudem einen Blick von außen ins Innere des Standes werfen. Die geräumige Nutzfläche bot viel Raum für die Einrichtung mit Sitzecken, einer Theke sowie Aufsteller für die Präsentation. Zum Ausstattungspaket gehörten zudem eine Klima­anlage, ein extrabreiter Treppenaufgang zur Dachterrasse und eine doppelflügelige Glastür. Die Vielseitigkeit der Messecontainer zeigt auch die Spezialanfertigung für das Unternehmen Solarlux (Foto oben). Das Besondere daran ist, dass die Module ohne Front- und Seitenwände geliefert und erst von Solarlux mit deren Glasfaltwänden geschlossen wurden. Mit einer Länge von neun Metern und einer Extrabreite von drei Metern ist auch reichlich Platz für die Ausstellung ­vorhanden. Durch die Ausstattung mit Laubfanggittern und Fallrohren zur Regenentwässerung ist das Modul auch im Freien einsatztauglich. www.container.de

Vorgestellt: Modulbau-Objekte

Hasengrund und Sommerdamm: Das sind die beiden anderen Sonderwohnbauprojekte… Kombistarke Wohnungstypen: Eine hessische Wohnungsbaugesellschaft hat für Flüchtlingsunterkünfte in Modulbauweise Grundrissvarianten entwickelt, die später auch an andere Nutzer vermietet werden können. …,die als Flüchtlingsunterkunft errichtet wurden und später als Sozialwohnungen dienen sollen. Die Gesellschaft für Wohnen und Bauen Rüsselsheim mbH – kurz: gewobag – hat innerhalb eines Jahres gemeinsam mit dem Modulbau-Anbieter Alho fünf Sonderwohnbauprojekte fertiggestellt. Die Wohnanlagen dienen vorerst zur Unterbringung von Flüchtlingen und sollen später als Sozialwohnungen vermietet werden können. Für diesen Zweck hat Alho zusammen mit auf den Geschosswohnungsbau spezialisierten Architekten exemplarische Grundrisse für Wohnungstypen entwickelt – von der Mikro-Wohnung bis hin zur 4-Zimmer-Familienwohnung. Alle Grundrisse basieren auf einem wirtschaftlichen Modulraster, sind flächenoptimiert konzipiert und lassen sich an die jeweils spezifischen Wohnungsgrößen des öffentlich geförderten Wohnungsbaus anpassen. Planer können nun je nach Bedarf die unterschiedlichen Wohnungstypen zu Gebäuden kombinieren. So sind bei den gewobag-Projekten „Am Kirchpfad“ und „Am Weinfass“ in übersichtliche Einheiten gegliederte zweigeschossige Wohnriegel mit insgesamt elf Wohnungen unterschiedlicher Größe und einem gemeinschaftlich genutzten Bereich am Kopfende entstanden. Die Anlagen im „Waldweg“ und „Im Hasengrund“ sind vom Grundriss her ähnlich organisiert, hier verteilen sich auf drei Etagen insgesamt 17 Wohnungen. Das Erdgeschoss im Kopfbau wird gemeinschaftlich genutzt: Ein großer, über eine Faltwand teilbarer Multifunktionsraum bietet Platz für unterschiedliche Aktionen und Bewohnerfeste. Ein weiterer Raum kann – solange das Gebäude für die Kirchpfad, Weinfass, Waldweg: Das sind Sonderwohnbauprojekte, die die Rüsselsheimer gewobag in der Stadt errichtet hat. Unterbringung von Asylbewerbern dient – von Sozialarbeitern als Büro und Sprechzimmer genutzt werden. Hauswirtschaftsraum, Technikraum und der Hausmeisterbereich sind direkt von außen erschlossen. Im Gebäude „Am Sommerdamm“ werden die Wohnungen in den beiden Obergeschossen über Laubengänge erschlossen. Diese Erschließungsart bot sich hier vor allem aufgrund der Größe und Form des Grundstücks sowie der gewünschten Grundrissplanung an. Mit Raummodulen entstehen hochwertige, dem Bedarf angepasste Wohngebäude mit optimalen bauphysikalischen Eigenschaften. Durch den zweischaligen Wand- und Deckenaufbau der Alho-Modulbauweise erreichen laut Hersteller die Geschossdecken und Zwischenwände einen besseren Schallschutz als in der DIN 4109 gefordert. Ähnliches gilt für den Wärmeschutz in Bezug auf die EnEV 2016. www.alho.de

Dinge fürs Dach

Steildach, Flachdach, Gründach: von neuen Ziegeln und Dachabdichtungen – auch mit solaren Komponenten – bis zum Aufbau mit hohem Verdunstungsgrad. Mehr Verdunstung für besseres Klima Zinco hat das „Klima-Gründach“ vorgestellt – ein System, das durch eine integrierte Bewässerung und spezielle Bepflanzung auf eine maximale Verdunstung ausgelegt ist. Der Hersteller will damit einen Beitrag leisten, um der sommerlichen Aufheizung in Städten entgegenzuwirken. Die Verdunstungsrate beträgt nach Herstellerangabe bei einer 100 Quadratmeter großen Dachfläche 700 bis 1.000 Liter pro Tag und ist damit doppelt so hoch wie die einer klassischen Extensivbegrünung. Sie kann aufgrund der Bewässerung über die innerhalb des Systemaufbaus verlegten Tropfschläuche auch in Trockenperioden aufrechterhalten werden. Die Wasserdosierung erfolgt über eine bedarfsgerecht funktionierende automatische Steuerung und es kann auch Grauwasser eingespeist werden. Für das Grün auf dem Dach wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf eine zweckdienliche Pflanzenfamilie zusammengestellt. Sie umfasst Wolfsmilchgewächse und Taglilien (Euphorbia- und Hemerocallis-Arten) sowie Fuchsrote Segge (Carex buchananii). www.zinco.de Neue Solardachbahn-Generation Mit der „Evalon Solar cSi“ bietet Alwitra nach eigener Angabe die weltweit erste Solardachbahn mit semiflexiblen PV-Modulen aus kristallinen Silizium-Solarzellen an. Zur BAU-Messe in München zunächst als Prototyp vorgestellt, arbeitet der Hersteller jetzt mit Hochdruck daran, die für Photovoltaik-Produkte notwendigen Zertifizierungen nach DIN EN 61215 und DIN EN 61730 zu erhalten, um das Produkt so schnell wie möglich auf den Markt zu bringen. Evalon Solar cSi nutzt spezielle, ohne Glas hergestellte Siliziummodule mit einem glasfaserverstärkten Duromer-Kern. Damit sind die Module fest und zugleich flexibel. In Kombination mit der Kunststoff-Dach- und Dichtungsbahn „Evalon“ passt sich die Solardachbahn jeder Dachgeometrie an. Durch das geringe Eigengewicht der Solarmodule von nur circa 3,3 Kilogramm pro Quadratmeter ist zudem eine Verlegung auf Dächern mit geringer Traglast möglich. Evalon Solar cSi ist 1,55 Meter breit und 3,49 Meter lang und bietet pro Bahn eine Leistung von 450 Watt Peak. www.alwitra.de Ziegel für flache Neigungen Erlus hat seiner bislang fünf Modelle umfassenden Dachziegelserie „Ergoldsbacher¬ E58“ mit dem „E58 RS“ ein sechstes hinzugefügt. Der Dachziegel erlaubt durch hohe Stege und zusätzliche Wasserführungen die Verlegung bis zu einer Regeldachneigung von 16 Grad. Aufgrund der dreifachen Kopf- und Seitenverfalzung entsteht ein starker Flächenverbund, der gegen Schlagregen schützt und eine hohe Windsogsicherheit bietet. Mit einem Gewicht von lediglich 3,9 Kilogramm ist der R58 RS zudem gut mit einer Hand und damit schnell verlegbar. Die Formgebung orientiert sich am Design der Serie E58, die durch harmonische Proportionen, klare Kanten in der Verfalzung und eine elegant gewölbte Sichtfläche gekennzeichnet ist. www.erlus.de Angebot erweitert Die FDT FlachdachTechnologie GmbH & Co. KG hat mit „Rhepanol hfk“ und „Rhepanol hfk-sk“ ihr Angebot auf insgesamt fünf Abdichtungsbahnen aus Polyisobutylen (PIB) erweitert. Damit steht nun für jede Art von Anforderung an ein Flachdach die passende Lösung zur Verfügung. Rhepanol hfk ist für alle Verlegearten außer unter begrünten Dachflächen geeignet. Zur perforationsfreien Fixierung ist die Dachbahn zudem für die Verlegung mit dem Klettsystem des Herstellers zugelassen. Das ermöglicht, die komplette Dachfläche in der Breite von 1,50 Metern abzudichten, ohne in den Eck- und Randbereichen schmalere Bahnen einzusetzen. Rhepanol hfk-sk ist mit einer Kaschierung aus Glas-/Polyestervlies sowie einer Selbstklebeschicht ausgestattet und wurde speziell für den verklebten Schichtenaufbau konzipiert. Die unterseitige Kaschierung dient als integrierte Brandschutzlage und ermöglicht so eine Verklebung auf unkaschiertem EPS-Dämmstoff. Im eingebauten Zustand wirkt sie zugleich als Entspannungszone für das gesamte Abdichtungspaket. Die nach DIN EN 13956 genormten PIB-Bahnen sind frei von Weichmachern, Chlor, PVC und halogenen Brandschutzmitteln. www.fdt.de Maßgeschneiderte Planen Neben EPDM-Dichtungsbahnen bietet die Carlisle Construction Materials (CCM) Europe Gruppe die Abdichtung auch in Form des Planensystems „Hertalan Easy Cover“ an, das sich besonders für großflächige Dächer mit einfacher Geometrie eignet. Die Planen sind EPDM-Flachdachabdichtungen nach DIN EN 13956. Sie werden bereits im Produktionswerk im Hot-Bonding-Verfahren durch Vulkanisation homogen miteinander verbunden und so für das jeweilige Bauwerk passgenau vorkonfektioniert. Dadurch sind auf der Baustelle nur noch etwa fünf Prozent der Nahtverbindungen manuell auszuführen. Statt der traditionellen Verlegearten für EPDM-Planen – lose Verlegung mit Auflast oder die Verklebung mit einem PU-Klebstoff – kann Hertalan Easy Cover als einzige EPDM-Plane mit dem patentierten RhinoBond-Induktionsschweißverfahren vollkommen durchdringungsfrei befestigt werden. Dadurch ist das Flachdach gegen eindringende Feuchtigkeit maximal geschützt. Die Induktionsverschweißung ist auch auf einem feuchten Dach und bei Außentemperaturen von bis zu minus zehn Grad Celsius möglich. Außerdem wird bei diesem Verfahren die Windlast gleichmäßig auf die Plane verteilt. Dadurch lassen sich die asymmetrische Krafteinwirkung auf Teller und Naht und somit das unerwünschte „Flattern“ der Dachabdichtung vermeiden sowie bis zu 30 Prozent an Befestigern einsparen. www.ccm-europe.com Doppelte Dämmung Das Deutsche Institut für Bautechnik hat nun die zweilagige ­Verlegung für das bekieste und begrünte Umkehrdach zugelassen: Dow Deutschland erhielt die „allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“ für seine XPS-Dämmplatten „Roofmate SL-AP“ und „Xenergy SLP“ für begrünte und bekieste Umkehrdächer in Kombination mit der wasserableitenden Trennlage „Roofmate MK“. Bei Xenergy, der neuen Dämmplatten-Generation, ermöglicht ein neues Herstellungsverfahren unter Verwendung von CO2 und reflektierenden Partikeln in den Schaumzellen eine bis zu 20 Prozent höhere Dämmleistung. Durch den Einbau der Trennlage wird das Niederschlagswasser oberhalb der Trennlage abgeleitet. ­Dadurch wird der bisher zu kompensierende Wärmeverlust durch den Regenwasserabfluss unterhalb der Dämmschicht so gering, dass der Delta-U-Zuschlag für bekieste und begrünte Umkehrdächer entfallen kann. Mit diesen zugelassenen Systemen können U-Werte für das Bauteil Dach von 0,10 W/(m2K) erreicht werden. www.dow.com

BAU 2017: Viel Neues

Auf der Leitmesse der Branche BAU in München hat die Baustoffindustrie zahlreiche innovative Produkte präsentiert. Toolbox fürs Bad Um den Trend nach Individualität im Bad noch besser zu bedienen, hat Grohe die Armaturen-Kollektion seiner Komplett-Bad-Variante „Essence“ erweitert. Die Essence-Kollektion funktioniert als Toolbox, die von Armaturen über Duschen bis hin zu Accessoires alles für Bäder Notwendige in zehn möglichen Kombinationen aus Deluxe-Farben und Oberflächen bietet. So sind Armaturen in Cool Sunrise, Warm Sunset, Hard Graphite und Nickel als elegant gebürstete oder auf Hochglanz polierte Varianten erhältlich. Von der frei stehenden Dusche über den bodenmontierten Wannenmischer und den Premium-Waschtischmischer in den Größen S bis XL bis zu passenden Accessoires – das Design aller Produkte ist identisch. Die Formensprache kennzeichnet eine schlichte Geometrie mit grazilen Übergängen und einer feinen Linienführung. www.grohe.com   Ultraflache bodenebene Dusche Mit der „KA 90 ultraflach“ bietet Kaldewei ein besonders flaches Ablaufsystem für bodenebene Duschen an. Die Bauhöhe der neuen Generation von Ablaufgarnituren beträgt lediglich 61 Millimeter. Bei normengerechtem Einbau mit einer Sperrwasserhöhe von 50 Millimetern ergibt sich eine Bauhöhe von 81 Millimetern. Damit ist die KA 90 nach Angabe des Herstellers fast zwei Zentimeter flacher als die marktüblichen Ablaufsysteme für geflieste Duschbereiche. Für den zügigen und sicheren Ablauf des Wassers sorgt die hohe Ablaufleistung, die je nach Modell zwischen 0,8 und 1,4 Litern pro Sekunde liegt. Das Komplettsystem umfasst neben der Ablaufgarnitur die emaillierte Duschfläche, das Montage- sowie das Schallschutz- und Abdichtsystem. Alle Komponenten sind aufeinander abgestimmt, was eine einfache und sichere Montage ermöglicht – ein Vorteil vor allem bei der Modernisierung, wofür sich das System aufgrund der niedrigen Bauhöhe besonders eignet. www.kaldewei.de   Nachhaltige Farben und Lacke Caparol hat mit der Produktlinie „CapaGeo“ ein neues Marktsegment gestartet. Die Bindemittel der Farben, Lacke und Holzöle für die Innenanwendung dieser Linie werden zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen generiert. Üblich sind erdölbasierte Dispersionen. Diese konnten jedoch in Zusammenarbeit mit einem deutschen Chemieunternehmen durch biogene Stoffe ersetzt werden. Verwendet werden vor allem Pflanzenöle, Abfallfette und Biogas. So wird zum Beispiel Bio-Naphtha aus organischen Reststoffen und Pflanzenölen sowie Biogas aus Küchenabfällen erzeugt. Bei der Produktion der Pflanzenöle wird darauf geachtet, dass sie aus nachhaltigen Quellen stammen, die nach internationalen Nachhaltigkeitskriterien zertifiziert sind. Zur Markteinführung setzt Caparol auf die umweltbewussten, lifestyle-orientierten und anspruchsvollen Kunden. Der Hersteller hat jedoch kein Nischenprodukt im Visier, sondern will die Linie zum Leistungsträger seines Sortiments ausbauen. www.caparol.de   Holzdielen im ­Großformat Ob im Showroom, in der Galerie oder zu Hause: Die großformatigen Dielen der Kollektion „Hand Grade“ von Havwoods aus europäischer Eiche schaffen ein charakterstarkes Bodenbild für großflächige und repräsentative Räume. Die bis zu vier Meter langen Dielen werden in acht verschiedenen Finishs und zwei Oberflächenstrukturen angeboten: glatt geschliffen mit Mikro-Fasen oder gehobelt mit abgerundeten Kanten. Beide Varianten zeigen Maserung und Farbnuancen des Holzes in natürlicher Weise. Der dreischichtige Aufbau der Dielen sorgt für die Langlebigkeit des Bodens und dafür, dass sich die Dielen nicht verformen. Sowohl Deck- als auch Gegenzugschicht bestehen aus massiver, FSC-zertifizierter Eiche. Nicht zuletzt bietet die mit Hartwachsöl behandelte Oberfläche einen dauerhaften Schutz – selbst bei intensivem Reinigungsbedarf. www.havwoods.de   Bodenbelags-Kollektion für Individualität Mit „Expona Simplay“ greift Objectflor den Trend zu individueller Gestaltung von Fußböden in Läden, Hotels oder Bürogebäuden auf. Die komplett lose verlegbare Kollektion umfasst drei verschiedene Bodenbelagsarten, die hinsichtlich der Farben, Texturen und Formate aufeinander abgestimmt sind. Dazu gehören neben Designbelägen Teppich- und Sauberlauf-Planken. Auf Profile zwischen den verschiedenen Zonen wurde im Sinne eines einheitlichen Bodendesigns verzichtet. Zur Wahl stehen 50 Dekore in drei Farbgruppen: „Coffee“ steht für warme Brauntöne, „Berry“ beinhaltet Grautöne mit einer Beerenfarbe als Akzent und „Pepper“ vereint alle Mischtöne. www.objectflor.de   Feuer von drei Seiten Schiedel hat neue Kaminöfen der Serie „Kingfire“ vorgestellt, die, wie alle Modelle dieser Reihe, besonderen Feuer- und Flammengenuss auf kleinstem Raum bieten. Der „Lineare G“ ist für den Brennstoff Gas konzipiert. Sein täuschend echtes Flammenspiel lässt sich komfortabel über eine App auf dem Smartphone oder Tablet oder einfach über eine klassische Fernbedienung generieren. Bei den Modellen „Lineare S“ mit seiner schlanken Ofentür aus vollflächigem Spezialglas und dem „Rondo S“ mit einer gebogenen Tür, die das Sichtfeuer optisch wesentlich vergrößert, setzt der Hersteller auf behaglichen Wohnkomfort mit hohem Anspruch an das Design. Getoppt wird Letzteres jedoch noch vom Kingfire „Grande S“, dem ersten von drei Seiten einsehbaren Scheitholz-Kamineinsatz. Der auch als Raumteiler platzierbare Kaminofen eröffnet dem Betrachter nicht nur eine völlig neue Feuer-Perspektive, er funktioniert auch raumluftunabhängig und erfüllt die technischen Ansprüche im Neubau hinsichtlich der Blower-Door-Sicherheit und des gleichzeitigen Betriebs mit einer kontrollierten Wohnraumlüftung. www.schiedel.de   Recycelte Oberfläche Die Cosentino Group setzt bei der Herstellung ihrer Komposit-Platten „Dekton“ für die neue Farbe „Trilium“ erstmals zum großen Teil wiederverwertbare Bestandteile ein, die während des Produktionsprozesses anfallen. Das Erscheinungsbild der Oberfläche ähnelt oxidiertem Stahl: Vulkanische Nuancen von Grau- und Brauntönen sowie tiefem Schwarz ergeben einen realistisch wirkenden Rosteffekt mit Hell-und-Dunkel-Kontrasten. Trotz der metallischen Optik besitzt die Platte eine zarte Textur und eine angenehme Haptik. Trilium ist Teil der Tech Collection von Dekton, deren Farbsortiment moderne und zweckmäßige Lösungen für den Innen- und Außenbereich bietet. www.dekton.de   Für Boden und Wand Nach dem Zusammenschluss der beiden Familienunternehmen Altro und Debolon wurde in München die gebündelte Produktpalette der neuen Marke „Altro Debolon“ präsentiert. Das Sortiment reicht nunmehr von Vinylböden und rutschfesten Belägen über Wandbekleidungen bis hin zu einem Treppensystem. Im Fokus standen unter anderem Lösungen für die Wand. Die Bekleidungen „Altro Whiterock“ eignen sich vor allem für Bereiche mit Anforderungen an die Hygiene, wie Einrichtungen des Gesundheitswesens, der Gastronomie und der Lebensmittelindustrie. In Foyers, Cafés, Verkaufs- und Ausstellungsräumen lassen sich damit aber auch Akzente setzen, denn die Bekleidungen sind in vielen Farben und Designs verfügbar. Ebenso können sie bedruckt werden. www.altrodebolon.de   Türdrücker selbst designen Architekten haben zukünftig bei Hörmann die Möglichkeit, individuelle Türdrücker für Objekttüren zu gestalten und produzieren zu lassen. Der Prozess wird vom ersten Entwurf bis zum fertigen Design-Drücker in Zusammenarbeit mit den Firmen Eco Schulte und Randi begleitet. Erste, zunächst grafisch dargestellte Entwürfe werden in der zweiten Planungsphase als 3D-Kunststoffmodelle angefertigt, um beispielsweise die Haptik überprüfen zu können. Nach einer Patent- und Geschmacksmuster-Recherche kann der Drücker auch geschützt werden. Wannenmacher + Möller aus Bielefeld haben als erstes Architekturbüro das Konzept „Your design made by Hörmann“ in der Praxis realisiert. Andreas Wannenmacher: „Die Aufgabe ist besonders reizvoll. Es handelt sich um ein Produkt von überschaubarer Größe, mit nur wenigen technischen Zwängen. Der Fokus liegt somit fast ausschließlich auf der Beschäftigung mit der Form.“ Hörmann hat außerdem den Design-Drücker „Komé“ in Kooperation mit Randi in das Produktprogramm aufgenommen. Der Drücker ist für Innen- und Außentüren sowie Feuer- und Rauchschutztüren mit verschiedenen Oberflächen erhältlich. www.hörmann.de   Elegante Hochbeete Der für Entwässerungssysteme bekannte Hersteller Richard Brink hat auch Hochbeete im Programm. Aufgrund seines Baukastenprinzips ist das Pflanzsystem äußerst flexibel und ermöglicht daher zur Grüngestaltung von Terrassen, Eingangsbereichen oder Plätzen zahlreiche Optionen. So erlaubt zum Beispiel ein Spiel mit den Höhen unterschiedlichste Bepflanzungen, mit denen sich optische Akzente setzen oder Flächen gliedern lassen. Durch Steckverbindungen können die Segmente schnell und unkompliziert montiert werden. Außerdem sorgt die Winkelform einzelner Module für Stabilität; zusätzlich wird das System mit Knotenblechen ausgesteift. Dadurch halten die Rahmen dem Druck der eingefüllten Pflanzenerde stand, ohne auszuwölben. Die Hochbeete sind in Edelstahl, Aluminium (beide auch mit Beschichtungen in RAL-Farben) und Cortenstahl sowie in verschiedenen Materialstärken und Größen erhältlich. Ebenso sind Maßanfertigungen möglich. Für die Rundum-Grüngestaltung sind weiterhin Beeteinfassungen, Rasenkanten und solitäre Pflanzkästen im Angebot. www.richard-brink.de   Clevere Stahlzargen Der auf Stahlzargen spezialisierte Hersteller BOS Best Of Steel präsentierte mit seinem Schwesterunternehmen BBE Domoferm Neuheiten und Detailverbesserungen rund um Türrahmen und Tür. Darunter ist die Schiebetürzarge „LineaCompact Sino“ mit innovativer Beschlagtechnik, die sich durch einen äußerst schmalen Zargenspiegel auszeichnet. Eine wirtschaftliche und interessante Idee ist zudem die zweischalige Duplex-Zarge. Damit können drei Räume mit nur einem Türelement bedient werden, da sich das Türblatt in zwei Richtungen schließen lässt. Ihr Einsatz bietet sich zum Beispiel zur Trennung von Bad und WC in Hotels an. www.bestofsteel.de   Schön gewölbt Mit „Konvex-Glas“ hat Velux bei Flachdach-Fenstern einen neuen Maßstab gesetzt. Augenfällig ist zunächst das Design mit einer gewölbten, randlosen Außenscheibe. Im Zusammenspiel mit dem dunkelgrauen Aluminium-Rahmen wirkt das Tageslicht-Element außergewöhnlich elegant. Es eignet sich deshalb besonders für die sichtbaren Bereiche flacher und flach geneigter Dächer von Wohngebäuden und Büros. Die Kombination aus zweifach verglaster Isolierglasscheibe im Aufsetzkranz und äußerer, bis zu sechs Millimeter starker Scheibe aus gehärtetem Glas sorgt dabei für eine gute Wärmedämmung mit einem U-Wert von 1,2 W/(m²·K) und reduziert zugleich die Regen- und Hagelgeräusche ­sowie den Verkehrslärm deutlich. Außerdem wurde die neue Fensterlösung für den Einsatz der Sonnenschutzprodukte des Herstellers optimiert: Innen kann nicht nur die Ausstattung mit ­einem Wabenplissee zur Abdunkelung oder einem Plissee zur ­Tageslichtregulierung kombiniert werden, sondern es kann auch zwischen der inneren und äußeren Scheibe eine Solar-Hitzeschutz-Markise installiert werden. Konvex-Glas ist in acht ­verschiedenen Größen von 60 x 60 bis 100 x 150 Zentimeter als fest verglaste und elektrisch zu öffnende Ausführung erhältlich und kann in Dächer mit einer Neigung von 0–15 Grad eingebaut werden. www.velux.de   Ein Kasten für alle Sonnenschutz-Arten Alukon hat den Aufsatzkasten ­„AK-Flex“ mit dem textilen Sonnenschutzsystem „ZipTex“ ausgestattet. Damit ist textiler Sonnenschutz nun auch mit einem ins Gebäude integrierten Kasten erhältlich und nicht mehr nur in Kombination mit Vorbaukästen. Mit dem AK-Flex können Bauvorhaben nun mit nur einem Kasten und je nach Raumanforderung mit textilem Sonnenschutz, Raffstore oder Rollladen ausgestattet werden. Der Aufsatzkasten ist in einer Breite von bis zu vier Metern erhältlich, und bei ZipTex kann zwischen mehr als 200 Tucharten und Farben gewählt werden. Dank der zweigeteilten seitlichen Führungsschiene des Zip-Tex-Systems kann ein Teil der Schiene verputzt werden, was für eine schmale Profilansicht sorgt. www.alukon.com

BAU-Nachlese

Eine erste Auswahl neuer Produkte von der Leitmesse der Branche in München. Wasserfester Naturkork Bei dem Fußbodenbelag „Aquanatura“ von Cortex bleiben die Eigenschaften des natürlichen Korkbodens auch dann erhalten, wenn er Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Das heißt, die Boden-Elemente quellen nicht auf und die Stabilität wird nicht beeinträchtigt. Gleiches gilt für das Rückstellvermögen sowie die trittschall- und stoßdämpfende Wirkung. Aquanatura ist in zehn Holzdesigns erhältlich. Der Hersteller gewährt eine Garantie von 25 Jahren für die Verwendung im Wohnbereich und von 15 Jahren im Objektbereich. Wegen der geringen Aufbauhöhe von nur sechs Millimetern ist der Belag zudem für den Einsatz bei Sanierungsvorhaben prädestiniert. Die Verlegung erfolgt schwimmend im neu entwickelten „Pressfit“-System, das die von Natur aus flexible und elastische Struktur von Kork nutzt. Durch den Druck beim Verschließen wird die Feder an den Dielen zunächst zusammengepresst. Nach dem Einklicken in die Nut dehnt sie sich wieder aus. So entsteht ein äußerst fester Verbund. www.cortex.de Aluminium-Kunststoff-Fenster Kneer-Südfenster hat zwei Aluminium-Kunststoff-Fenstersysteme vorgestellt. Statt der üblichen Clip-Montage ist hier die Aluminium-Flügelschale nicht fest mit dem Kunststoffrahmen verbunden. Dadurch soll die unterschiedliche Längenausdehnung der beiden Materialien besser ausgeglichen und so die Lebensdauer des Systems verlängert werden. Dazu soll zudem die qualitativ hochwertige Eckverbindung der Aluminiumschale beitragen. Das stabile Kunststoff-Profil eignet sich auch für große Fensterelemente bis hin zu weitläufigen Hebe-Schiebe-Türen. Es stehen die komplette RAL-Farbpalette und viele Effektfarbtöne zur Wahl. www.kneer-suedfenster.de Neue Schaumglas-­Generation Mit „Foamglas T3+“ präsentierte die Deutsche Foamglas eine neue Generation des Dämmstoffs Schaumglas, das vorwiegend aus Recyclingglas besteht. Durch die Modifikation des ­Produktionsprozesses, wobei durch eine neuartige molekulare Verdichtung ein Material mit einer besonders homogenen Porenstruktur entsteht, konnte der Lambda-Wert auf Verankertes ObjektD ≤ 0,036 W/(m·K) reduziert werden. Das entspricht einer um etwa zwölf Prozent besseren Dämmleistung. Die typischen Eigenschaften des Schaumglases bleiben dabei erhalten. Der Dämmstoff ist sehr druckfest, wasser- und dampfdiffusionsdicht, nicht brennbar (Brandschutzklasse A1), resistent gegenüber Schädlingen, ­Chemikalien und radioaktiven Strahlungen aus dem Erdreich ­sowie frei von Flammschutzmitteln, Treib­gasen, VOCs und anderen flüchtigen Substanzen. www.foamglas.com Schlanke Dämmlösungen Evonik hat den Hochleistungsdämmstoff „Calostat“ entwickelt und das Produkt auf der BAU 2013 erstmals vorgestellt. In der Zwischenzeit hat das Unternehmen mit Partnern aus der Bau­industrie neue Anwendungen für die Dämmplatte erschlossen. Neben Lösungen für technische Details an der Fassade, wie für Rollladen- oder Raffstorekästen, Laibungsprofile oder Brand­riegel, werden jetzt ein Innendämm-System sowie ein Isolationspaneel für Fassaden angeboten. Calostat basiert auf dem mineralischen Rohstoff Siliciumdioxid, ist nicht brennbar, dampfdiffusionsoffen und verfügt mit einem Lambda-Wert von nur 0,019 W/(m·K) über eine äußerst geringe Wärmeleitfähigkeit. Die Dämmstoffsysteme sind daher alle sehr schlank. Zum Beispiel ist das Isolationspaneel für die Fassade, das in Kombination mit Plexiglas angeboten wird, nur zwölf Zentimeter dick. www.evonik.de Lehm-Hanf-Trockenbauplatte Claytec hat mit der „Greentech 700“ eine Lehm-Hanf-Trockenbauplatte auf den Markt gebracht, die die Vorteile von Lehmbauplatten hinsichtlich Klimaregulierung und Wohngesundheit mit deutlich verbesserten Verarbeitungseigenschaften verbindet. Aufgrund der hohen Festigkeit ist die Platte robust und unempfindlich gegen Schäden beim Transport. Sie ist zudem äußerst maßhaltig, scharfkantig und wasserbeständig. Greentec 700 besteht aus etwa 30 Prozent Lehm und Ton, Hanfschäben sowie mineralischen (Mineral-oxyd) und pflanzlichen Bindemitteln (für Lebensmittel zugelassen). Die Rohdichte beträgt circa 700 Kilogramm pro Kubikmeter. Als Unterkonstruktion eignen sich alle für den Trockenbau typischen Systeme. Der Einsatz zur vollflächigen Bekleidung fester Untergründe, wie Beton-, Kalksandstein- oder Ziegelwände, ist ebenfalls möglich. Nach der Verlegung werden die Flächen mit einem drei Millimeter dicken Lehmklebe- und Armierungsmörtel überzogen, der sich auch mit der Putzmaschine anspritzen lässt. In die noch nasse Oberfläche wird dann vollflächig Flachsgewebe eingearbeitet. Die Endbeschichtung kann dann mit den verschiedenen Lehmputzsystemen des Herstellers erfolgen. www.claytec.de

Leucht-Zeichen

Attraktives Markenzeichen: Der Schriftzug der Allianz Arena in München ist 40 Meter lang und wiegt drei Tonnen. Vor der Auftragsvergabe wurde auch der Brandfall getestet. Architektur und Lichtwerbung müssen nicht im Konflikt stehen, sondern können einander in der Wirkung stärken. Die Architektur eines Gebäudes kann noch so gelungen sein, eine minderwertige Lichtwerbung wird diesen Eindruck stets trüben. Um dies zu vermeiden, empfiehlt sich schon während der Planungsphase eine Zusammenarbeit von Architekt und Lichtwerber. So kann die Anlage farblich und gestalterisch auf das Bauwerk abgestimmt werden sowie die ideale Leuchtwirkung und der Kontrast zur Fassade definiert werden. Auch Details, wie eine ansprechende und sichere Anbindung der Unterkonstruktion an die Fassade, eine effiziente Energieplanung und die optimale Größe der Anlage, sollten frühzeitig geklärt werden. Das betrifft ebenso sämtliche Stromzuleitungen. Tag-Nacht-Rhythmus: Bei dem Kreativquartier „Werk 3“ in München erscheinen die Buchstaben tagsüber tiefschwarz… Zu den eindrucksvollsten Beispielen einer Lichtwerbung zählt die Allianz Arena in München, entworfen von Herzog & de Meuron aus Basel. Hier galt es, bei der Gestaltung auch städtebauliche und brandschutztechnische Vorgaben zu berücksichtigen. Jeder Schriftzug ist 40 Meter lang und wiegt drei Tonnen, einschließlich der Stahlunterkonstruktion. …nachts leuchten sie dagegen in hellem Weiß. Um den Härtefall zu testen, verbrannte die Feuerwehr Musterbuchstaben: Im Brandfall schmilzt Plexiglas und kann brennend heruntertropfen. Da bei der Spezial-Konstruktion von Fischer Licht & Metall aus Mühlhausen in Bayern nichts abtropfte, erhielt das Unternehmen den Auftrag – ebenso wie für das aktuelle Kreativquartier „Werk 3“ im Münchner Osten. Tagsüber erscheinen die Buchstaben der Lichtwerbeanlagen im Schriftzug „Werk 3“ tiefschwarz und bilden einen starken Kontrast zur Fassade in kräftigem Orange. Da die Buchstaben mit lichtdurchlässiger schwarzer Rasterfolie bezogen sind, leuchten sie nachts in hellem Weiß. Die Zahl „3“ im Schriftzug strahlt sowohl tagsüber als auch nachts in klarem Orange. Profilierte Kanten: Die schmalen umlaufenden Zargen führen hier zu Schattenfugen. Wie attraktiv sich Lichtwerbung umsetzen lässt, zeigt auch die neueste Generation von Fischer Licht & Metall namens „Fdesign“. Die Produktgruppe, bestehend aus den drei Linien F01, F02 und F03, entstand zusammen mit Industriedesignern und bietet standardisierte Konzepte. Das Endprodukt ist dennoch ein Unikat, da der Architekt die Wahl über Material, Maße und Oberflächengestaltung hat: ob lackiert in matt schimmernden Gold-, Silber- und Bronzetönen oder in glänzendem Tiefschwarz. Ob bezogen mit modernen Folien in luxuriöser Leder-, geprägter Schlangenhaut- oder gehämmerter Metall-Optik. Die Lichtwerbung ist nicht nur für große Unternehmens- und Gewerbebauten geeignet, sondern ebenso für Einzelhandelsgeschäfte, die sich eine hochwertige Bewerbung zu bezahlbaren Preisen wünschen. www.fischer-lum.de

Optik in Edelstahl

Spiegeleffekte: In der Edelstahl-Lochblech-Bekleidung der Treppenhäuser spiegeln sich Fragmente der Umgebung. Durch das ausgefallene Lochdesign einer Treppenhaus-Bekleidung avanciert ein Münchener Hotel zum Blickfang. Für das Apartment-Hotel „My Home“ wurden in der Hanauer Straße in München die sechs Etagen eines Bürogebäudes zu insgesamt rund 120 etwa 30 Quadratmeter großen, Zimmern umgebaut. Ausstattung und Design ähneln Wohnungen, in denen sich die Gäste wie zu Hause fühlen sollen. Dieses Konzept – auch Boardinghouse genannt – richtet sich hauptsächlich an Privat- und Geschäftsleute für eine Mietdauer von 30 Tagen und mehr. Während der Bau im Innern grundlegend erneuert wurde, blieb die Gebäudehülle aus der Nachkriegszeit weitestgehend erhalten. So prägen umlaufend verspiegelte Flächen zwischen den Fensterbändern bis heute die Fassaden. Lediglich die an den Stirnseiten vorgesetzten Treppenhäuser wurden durch eine Bekleidung optisch aufgewertet. Wiederholungs-Effekte: Im Inneren des Hotels finden sich die Lochbleche unter anderem als Barrückwand… Architekt Reinhard Maier-Trommeter aus Helfenbrunn wählte dafür Lochbleche aus Edelstahl. Aus ästhetischer Sicht ermöglichte es dieser Werkstoff seiner Meinung nach am besten, den spiegelnden Charakter der Fassaden aufrechtzuerhalten. Außerdem gelang es durch ein außergewöhnlich großes und abwechslungsreiches Lochmuster, die Treppenhäuser gestalterisch besonders hervorzuheben. Die Durchmesser variieren in Abstufungen zwischen 40 und 140 Millimetern – damit ist zugleich der Blick nach draußen gesichert. Hergestellt hat die Lochbleche Moradelli Metall Design aus Kirchheim bei München. Das bereits in der siebten Generation geführte Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, individuelle Vorstellungen von Architekten zu verwirklichen. … und am Tresen wieder. Für das Apartment-Hotel entstanden die Löcher durch Lasern. Das war Reinhard Maier-Trommeter besonders wichtig, denn die Spiegelung der Oberfläche bleibt so nahezu verzerrungsfrei erhalten. Diese lasertypische hohe Reflexion der Schnittkanten war auch für das innenarchitektonische Konzept wichtig, um die Beleuchtung zu untermalen. Die Lochbleche finden sich hier in den halb-öffentlichen Bereichen wieder: zum Beispiel am Tresen der Rezeption, punktuell an Wänden und Decken sowie als Rückwand der Bar. Bei Letzterer übernehmen die Edelstahl-Lochbleche zugleich noch die Funktion eines Weinregals. www.moradelli.de

Modehaus gesichert

Hochsensible Bewegungsmelder: Die Melder registrieren über ihre Spiegeloptik infrarote Wärmestrahlung, wie sie etwa vom menschlichen Körper ausgeht. Ladengeschäfte lassen sich mit der passenden Lösung ansprechend und wirkungsvoll gegen Einbruch und Brand schützen. Einbruch, Vandalismus und Brände können die Existenzgrundlage jedes Einzelhändlers bedrohen. Der Betreiber eines Modehauses im baden-württembergischen Aalen schützt sein Geschäft vor diesen Gefahren mit einer maßgeschneiderten Sicherheitslösung von Telenot. In dem 2.300 Quadratmeter großen Verkaufsraum wurden neben einer Einbruchmeldeanlage zur Erkennung von Einbruchversuchen auch eine Brandmeldeanlage zur frühzeitigen Alarmierung bei Feuer und Zutrittskontrollleser installiert. Die Alarmanlage ist besonders nutzerfreundlich: Sie wird ohne Schlüssel an den Zutrittskontrolllesern neben den Eingangstüren scharf geschaltet. Mit den Kontrolllesern lässt sich zudem durch Codeeingabe oder Transponderchip der Zugang zum Laden und zu verschiedenen Bereichen im Inneren des Objektes regeln. Geht ein Chip verloren, wird dieser gesperrt und durch einen neuen ersetzt. Die Sicherheit in den Verkaufs- und Lagerräumen wurde zusätzlich durch Bewegungsmelder erhöht. Die Melder registrieren über ihre Spiegeloptik infrarote Wärmestrahlung, wie sie beispielsweise vom menschlichen Körper ausgeht. So lassen sich auch die seltenen, aber gefährlichen Einschleichtäter erkennen. Da gerade bei der Ausstattung von Läden das Aussehen der Technik wesentlich ist, wurden hier die Design-Bewegungsmelder „comstar“ verwendet, die Luigi Colani für den Hersteller von elektronischer Sicherheitstechnik und Alarmanlagen entworfen hat. Aus der Designlinie „comstar vayo“, die in unterschiedlichen Cover-Varianten erhältlich ist, wurden ebenfalls Bewegungsmelder passend zum Ambiente eingesetzt, beispielsweise in Zebra-Optik. Die besonders schwierig zu sichernden Schaufenster erhielten Infrarot-Lichtvorhänge. Zwischen zwei Leisten spannt sich ein unsichtbarer, exakt abgegrenzter Lichtvorhang. Sobald dieses Detektionsfeld gestört oder durchbrochen wird, registrieren die Sicherheitskomponenten einen Einbruchversuch. Alexander Kurz, Sicherheitsexperte bei Telenot, rät außerdem jedem Einzelhändler zu Überfallmeldern: „Mit diesen können Mitarbeiter per Knopfdruck bei einem Überfall stillen Alarm auslösen, der direkt an eine Hilfe leistende Stelle übermittelt wird, beispielsweise den Wachdienst und von da aus weiter an die Polizei.“ Design-Bewegungsmelder: Die Produktlinie „comstar vayo“ bietet zahlreiche Cover-Varianten. Doch nicht nur Einbruch, Diebstahl und Vandalismus sind laut Kurz im Handel eine ernst zu nehmende Gefahr. „Durch den vermehrten Einsatz von Stand-by-Geräten entstehen immer häufiger auch Brände.“ Deshalb wurden alle Bereiche des Modehauses mit hochsensiblen Rauchmeldern ausgestattet. Sie erkennen mittels Streulichtverfahren bereits kleinste Rauchpartikel, wie sie bei Schwelbränden entstehen. Zusätzlich befinden sich an allen Fluchtwegen Handfeuermelder. Bei einem Brand warnen an der Decke montierte Sirenen die Mitarbeiter und Kunden. An der Fassade installierte Signalgeber machen mittels akustischen und optischen Alarms von außen auf die Gefahr aufmerksam. Bei Bedarf ist die Anlage jederzeit erweiterbar, beispielsweise durch Magnet- und Riegelkontakte an Fenstern und Türen. Damit im Ernstfall auch der Versicherungsschutz gewährleistet ist, sind die Alarmanlagenkomponenten von der VdS Schadenverhütung, dem offiziellen Organ der Deutschen Versicherungswirtschaft, anerkannt. www.telenot.de