Technik: Produkte

Operationssaal der Zukunft

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Schwergewichte: Das bodenstehende Gerät der biplanen Angiografieanlage in der Düssel­dorfer Uniklinik wiegt 700 Kilogramm, das Gerät an der Decke wiegt 800 Kilogramm.

Der Hybrid-OP in Modulbauweise erfüllt den hohen Anspruch modernster Hightech-Medizin.

Die innovativste Entwicklung der auf medizinische Gebäude in Modulbauweise spezialisierten Cadolto Fertiggebäude GmbH & Co. KG ist der Hybrid-OP. In den in Kooperation mit Siemens Healthcare, Maquet, Trumpf und Philips entwickelten Modulen wurde die Chirurgie mit der bildgebenden OP-Technik zusammengeführt. Kliniken, die diese Methode einführen wollen, sahen sich bisher vor schwierige bauliche und planerische Probleme gestellt, denn mit dem Einbau neuer Geräte ist es nicht getan. Die sehr präzisen Eingriffe erfordern eine hervorragende und detailgetreue Bildqualität, da der Chirurg sich ausschließlich über den Bildschirm orientieren kann. Demzufolge sind die Geräte entsprechend groß und bringen hohe Lasten mit sich. Das bedeutet, dass der Raumbedarf deutlich steigt. Klinikbetreiber erwartet dann meist eine langwierige Projektplanung, für die interdisziplinäre Teams zusammengestellt werden müssen. Mit dem Hybrid-OP verkürzt sich dieser Prozess erheblich. Bereits im Werk werden auf Grundlage der jeweiligen baulichen Gegebenheiten die technische Vorrüstung und die bauliche Ausstattung in Modulbauweise komplettiert. Der hohe Vorfertigungsgrad von bis zu 95 Prozent ermöglicht eine Bauzeit von lediglich bis zu fünf Monaten, ab Bestellung einschließlich Planung.

Baulich flexibel: Die Raummodule des Hybrid-OP eignen sich für den Neubau sowie als Anbau oder Aufstockung auch für das Bauen im Bestand.

Während traditionelle Operationssäle zwischen 36 und 56 Quadratmeter groß sind, erfordert der Hybrid-OP Flächen von mindestens 72 bis 90 Quadratmetern. Damit entstehen Räume von neun mal zehn Metern mit entsprechend großen Spannweiten, die sich in die baulichen Raster bestehender Kliniken schwer integrieren lassen. Gleichzeitig verlangen die bildgebenden Geräte Tragkonstruktionen mit höchster Präzision und Steifigkeit bei erheblichen dynamischen Lasten. Cadolto hat deshalb zusammen mit den führenden Medizintechnikherstellern für den Boden sowie für die Decken Konstruktionen entwickelt, die auch bei Spannweiten bis zu zehn Metern diese Anforderungen erfüllen und so die einwandfreie Funktion sicherstellen. Die Gestaltung der Grundrisse bleibt flexibel, sodass die Ausstattung des Operationssaals zukünftigen Medizintechniken angepasst werden kann. Ein detaillierteres Bild dieses speziellen Modulsystems bietet der voll ausgestattete Hybrid-OP-Showroom auf dem Firmengelände des Unternehmens. www.cadolto.com

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