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Effektiv saniert

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Energieeinsparung durch Dachsanierung: Durch eine kombinierte Aufdach- und Zwischensparrendämmung des 300 Quadratmeter großen Schrägdaches wurde die energetische Bilanz dieses Fachwerkhauses erheblich verbessert.

Fachwerkhaus erhält energieeffizienten Dachaufbau

Um die Energieeffizienz eines historischen Fachwerkhauses zu verbessern, kommt eine Dämmung nicht infrage: An der Fassade soll das Erscheinungsbild erhalten bleiben; eine Innendämmung ist bauphysikalisch problematisch. Der Architekt Werner Schumacher in Reichshof im Bergischen Land entschied sich daher, das Schrägdach seines 1954 errichteten Fachwerkhauses, in dem er wohnt und sein Büro betreibt, zu dämmen. Da die Deckung des 300 Quadratmeter großen Dachs ohnehin erneuert werden musste, wählte er für die Sanierung ein kombiniertes Angebot einer Zwischen- und Aufdachdämmung aus Mineralwolle von Rockwool und Dachziegeln von Nelskamp.

Das Holz des Dachstuhls befand sich in einem tadellosen Zustand.

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Die Ausführung: Die Dachsanierung des 1954 in Reichshof errichteten Fachwerkhauses fand im Sommer letzten Jahres statt.

Ohne größere Sanierungsarbeiten konnte so der neue Aufbau zeitnah erfolgen. Auf eine 120 Millimeter dicke Zwischensparrendämmung (Klemmrock 035) wurden die dreischichtige Luftdichtungsbahn „RockTect Meditop“ (sd-Wert = 0,5 m) und darüber die Aufsparrendämmplatten „Masterrock GF kaschiert“ in einer Dicke von 140 Millimetern verlegt. Mit den gleichen Masterrock-Platten wurden auch die Gaubenwangen gedämmt. Der berechnete U-Wert des so durchgängig in der Wärmeleitgruppe 035 gedämmten Daches liegt bei 0,14 W/m2K und damit weit unter der Bauteilanforderung nach EnEV 2014 von Umax = 0,24 W/m2K. Entsprechend werden auch die Anforderungen für eine KfW-Förderung eingehalten.

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Der Dachaufbau: Auf eine 120 Millimeter dicke Zwischensparrendämmung wurde eine dreischichtige Luftdichtungsbahn verlegt. Für ein zusätzliches Plus an Wärmedämmung sorgen die anschließend montierten Aufsparrendämmplatten in einer Dicke von 140 Millimetern.

Vorteil dieser

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Die Details: Aufwendig gestalteten sich die Detailanschlüsse unter den Gaubenfenstern. Wie auf der Dachschräge wurde zwischen den Dämmlagen die Luftdichtungsbahn verlegt. Ihre Anarbeitung zum Beispiel an die Fensterrahmen und Stichsparren erfolgte mit Luftdichtkomponenten, wie der „RockTect Multikit“-Klebemasse oder dem „RockTect Twinline“-Klebeband.

Sanierungsvariante ist, dass die Luftdichtungsbahn nicht, wie üblich, zeitaufwendig in Schlaufen über die Sparren gelegt werden muss, bevor die Zwischensparrendämmung eingebaut wird. Sie eignet sich, wenn die Dämmung zwischen den Sparren maximal 140 Millimeter und die über den Sparren mindestens 100 Millimeter beträgt. Als Dachdeckung wurden die Reformziegel „R 13 S“ von Nelskamp, altfarben engobiert, verlegt. Das „S“ steht für Schiebeziegel, die eine variable Höhenüberdeckung ermöglichen und daher mehr Flexibilität bei der Einteilung der Flächen ermöglichen.www.rockwool.de

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