Modulbau

Neue Modulbausysteme

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Foto: Algeco/Nicolas RAVINAUD

Foto: Algeco/Nicolas RAVINAUD

Gehobener Standard
Ein neues Modulbau-System verbindet Design und Komfort

Die Premiumlinie „Progress“ von Algeco zeigt, dass ein Modulbau ebenso architektonische Spielräume ermöglicht, wie dies bei traditionellen Bauweisen der Fall ist. Grund dafür ist die Bandbreite an hochwertigen Lösungen für Fenster und Türen, Wand- und Bodengestaltung, Beleuchtung und Möbel. Damit lassen sich Gebäudehüllen mit großen Fensterfronten und Fassaden in den unterschiedlichsten Materialien realisieren. Die Module sind so konstruiert, dass Rahmenkonstruktionen verdeckt und Leitungen sowie Kabel unsichtbar integriert sind. Schallabsorbierende Materialien in Decke und Boden und ein doppelter Wandaufbau sorgen für eine angenehme Raumakustik, einen hohen Wärmeschutz und die Einhaltung der Schallschutz-DIN 4109.Algeco Progress - Mietgebäude mit Wohlfühlcharakter Für mehr Komfort und ein angenehmes Arbeitsklima sind elektrische Außenjalousien, Bewegungsmelder und Klimageräte verfügbar. Selbst eine Hightech-Miniküche in Edelstahloptik gehört zum Programm. In Kooperation mit Servicepartnern ist außerdem die Ausstattung mit Netzwerk-, Sicherheits- und Kommunikationstechnik möglich. Gedacht ist die Premiumlinie für Mietobjekte mit einer Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren.

www.algeco.de

 

 

Foto: ELA Container

Foto: ELA Container

Kunsthalle Mannheim
Der temporäre Containerbau mit Kassen und Museumsshop verfügt über eine umfangreiche Sonderausstattung

Mit der Kunsthalle Mannheim von der Architektensozietät gmp – von Gerkan, Marg und Partner aus Hamburg entsteht der derzeit größte Neubau eines Museums für moderne und zeitgenössische Kunst in Deutschland. Wenn das Gebäude, wie geplant, 2017 fertiggestellt ist, sollen die Besucher über Brücken und Terrassen zu schwebenden Ausstellungskuben flanieren können. Bis dahin sind zwar die Ausstellungen in der bisherigen Kunsthalle zu besichtigen; die Kassen sowie der Museumsshop befinden sich aber während der Bauzeit in einem Interimsbau aus Containern des emsländischen Familienbetriebs ELA. Das Gebäude bietet auch Platz für ein Schulranzenlager, einen Büro- und Sozialraum sowie sanitäre Anlagen. Dabei stellte der Auftraggeber an die Raummodule, die Ausstattung, die Gestaltung und den Service hohe Ansprüche: Als Sonderausstattung befinden sich vor dem Eingang ein maßgefertigtes Holzboden-Podest und ein Vordach mit LED-Einbauleuchten.

Foto: ELA Container

Foto: ELA Container

Außerdem ist das Gebäude klimatisiert. Weitere Extras sind zum Beispiel Kabelkanäle in Brüstungshöhe, Türen mit Glasausschnitt, Schiebefenster, eine Kleinküche sowie verschiedene Beleuchtungssysteme wie Wannen- und Spiegelrasteraufbauleuchten. Hochwertige Werbebanner weisen schon von Weitem auf das Angebot hin und im Inneren sorgen elegante Glasvitrinen für ein ansprechendes Ambiente. Die 135 Quadratmeter große Anlage besteht aus fünf Premiumcontainern sowie drei Qualitätsallroundern und wurde in nur zwei Tagen aufgebaut. Demnächst erfolgt noch eine Erweiterung um ein Baubüro, einen Besprechungsraum und eine Künstlerwerkstatt.

www.container.de

 

Angepasste Lösungen
Sanitärversorgung auf unerschlossenem Gelände und variabler Container für Tankstellenumbau

C/S RaumCenter bietet neben standardisierten auch flexible Containerlösungen an. Das Frankfurter Unternehmen, das auf Verkaufscontainer und Eventmodule spezialisiert ist, arbeitet eng mit Architekten zusammen. So nutzte zum Beispiel das Architektur- und Statikbüro König aus dem hessischen Hainburg die Container, um eine ambitionierte Aufgabenstellung zu meistern: Im Rahmen des Umbaus eines 3.000 Quadratmeter großen Tankstellenareals in Bad Vilbel sollte die bestehende Tankanlage durch einen Neubau mit mehr Tankmöglichkeiten ersetzt werden. Die Krux dabei war nicht nur die veranschlagte Bauzeit von lediglich zwölf Wochen, sondern auch der laufende Betrieb war währenddessen aufrechtzuerhalten – maßgeschneiderte Anforderungen für eine Lösung mit Containern. Bei der Auswahl des Anbieters zählten die variablen Modulgrößen sowie das lösungsorientierte Handeln des Unternehmens gerade während der laufenden Bauarbeiten.

Foto: C/S RaumCenter

Foto: C/S RaumCenter

So funktionierte C/S RaumCenter einen Treppencontainer zum Schutzraum für einen Elektroverteiler um, der nicht versetzt werden konnte. Architekt Detlev König war zufrieden: „Die unkomplizierte Kooperation ermöglichte es, dass die Container innerhalb von zwei Tagen geliefert und so die Termine gehalten werden konnten.“

Der gerade fertiggestellte Verkaufs­pavillon des geplanten Wohnquartiers „NeueWasserliebe“ in Berlin-Grünau von BUWOG-Meermann erforderte ebenfalls eine individuelle Lösung. Da weder Kanalanschlüsse noch Frischwasserleitungen vorhanden sind, wurde in die zweigeschossige Anlage ein Kombisanitärmodul integriert, das mit dem Pavillon harmoniert. Neben den sanitären Anlagen befindet sich in dieser Einheit ein 1.000 Liter fassender Frischwasserbehälter. Der Fäkalientank wurde in die Erde versenkt und der Einbau so gelöst, dass keine Geruchsbelästigung entsteht. Die Verkaufscontainer verfügen über große Panoramascheiben, die die Blicke hin zum Wasser lenken. Akustik- paneele im Inneren ermöglichen entspannte Verkaufsgespräche und die 45 Quadratmeter große Sonnenterrasse erlaubt die Sicht auf alle Baugrundstücke.

www.cs-raum.de

 

Foto: Peter Hinschlaeger

Foto: Peter Hinschlaeger

Institut für Experimentalphysik der RWTH Aachen

Steigende Studentenzahlen und mehr Lehrkräfte – das Institut für Experimentalphysik der RWTH Aachen benötigte dringend zusätzliche Räumlichkeiten. Aufgrund der besonders kurzen Bauzeit sowie der Termin- und Kostensicherheit entschieden sich die RWTH Aachen und fischerarchitekten gemeinsam für die Modulbauweise. Professor Horst Fischer: „Der Reiz dieser Aufgabe bestand darin, aus mit einem hohen Grad an industrieller Vorfertigung und standardisierten Details gefertigten Modulen eine individuelle Lösung zu schaffen.“ Um den Neubau in das heterogene Umfeld zu integrieren, wurde die Form eines klar gegliederten Riegels mit umlaufenden linearen Fensterbändern gewählt. Fenster und Sturzeinfassungen verbinden die Module optisch miteinander, der modulare Aufbau bleibt aber erkennbar.

Foto: Peter Hinschlaeger

Foto: Peter Hinschlaeger

In enger Zusammenarbeit mit den Architekten und dem Bauherrn errichtete die Kleusberg GmbH aus Wissen in Rheinland-Pfalz das dreigeschossige Institutsgebäude in nur vier Monaten Bauzeit.

www.kleusberg.de

 

 

 

 

Praxisorientierte Ideen
Architekturstudenten der Uni Stuttgart entwarfen Wohnheime für Kommilitonen

Mit dem wachsenden Studienangebot in Heilbronn steigen zwar erfreulicherweise die Studentenzahlen, doch jetzt fehlen Wohnheimplätze. Die Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, die für die städtebauliche Entwicklung zuständig ist, ergriff deshalb die Initiative und regte zu einem Wettbewerb an. Die Frage war: Wie stellen sich Studenten der Architektur das Wohnen ihrer Kommilitonen vor, wenn der Bau mit sechs mal drei Meter großen Raummodulen ausgeführt werden soll? Ausschlaggebend für die Modulbauweise war deren Flexibilität, die eine relativ einfache und schnelle bedarfsgerechte Anpassung bis hin zum kompletten Rückbau des Gebäudes erlaubt. Auch der Leiter des Instituts für Wohnen und Entwerfen an der Universität Stuttgart Professor Thomas Jocher begrüßte die Idee – und so entwarfen die Studenten im vergangenen Wintersemester ein Wohnheim für 60 bis 80 Studenten. Das Ergebnis bildete gleichzeitig die Grundlage für den Architekturwettbewerb „Wohnraum 6.3“ des Modulbauunternehmens Graeff Container, den auch das Architekturbüro vogt.heller architekten aus Neckarsulm als Schirmherr mitgetragen hat. Wegen der hohen Qualität der Arbeiten wurde das ursprüngliche Preisgeld von 3.000 auf 6.000 Euro erhöht und es wurden zwei erste und zwei dritte Plätze vergeben.

Foto: Graeff Container

Foto: Graeff Container

Die beiden ersten Plätze gingen an Michaela Wengert und ­Sandra Moharic mit ähnlichen Grundkonzepten, aber komplett unterschiedlichen Interpretationen der durch den Modulbau möglichen Verbindung von Baukörpern. Beide Arbeiten zeichnen sich durch die Aufteilung der Wohn- und Gemeinschaftsflächen in mehrere Einzelblocks aus. Dadurch entstehen Freiräume und zusätzliche Bewegungsfläche für die Bewohner. Der zweite Platz ging an Nico Washeim, dessen Entwurf aufgrund der segelförmig gestalteten Sonnenkollektoren an der Fassade durch seine Außenwirkung überzeugte. Alle Wettbewerbsideen lassen sich praxisnah realisieren.

www.graeff-container.de

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